Rachel: Das Schöne ist, wir waren heute ja schon in der Besprechung.
Manu: Das stimmt. Wir sind jetzt schon warm geredet.
Rachel: Wir haben heute schon zweieinhalb Stunden miteinander geredet und es ist erst viertel vor 3.
Manu: Ja und wir nehmen ganz vorbildlich am Montag auf, wie wir uns das eigentlich auch immer vorgenommen haben.
Rachel: Das haben wir die letzten Wochen aber gut geschafft, oder?
Manu: Ne, wir haben ganz oft am Dienstag aufgenommen.
Rachel: Ja, hab ich vergessen.
Manu: Also verdrängt. Ich hab mich verdrängt. Aber es war gut heute.
Rachel: Ja, wir haben Nämlich, wir sind gesprintet.
Manu: Nein, das sind wir nicht.
Rachel: Wir haben einen Sprint vorbereitet. Ja. Da werden wir, das wird auch so ein bisschen das Thema der Folge heute sein.
Manu: Mhm.
Rachel: Und das wir euch mal ein bisschen abholen, was, warum, wieso, weshalb.
Manu: Wenn ihr fragt, bleibt dumm.
Rachel: Genau, wenn ihr fragt, was?
Manu:
Wer nicht fragt, bleibt dumm.
Rachel: Genau, aber erst nochmal ein kleines, ein bisschen abholen, wie die Woche so war. Kurzes Update. Wie war deine Woche? Wie geht’s dir?
Manu: Meine Woche war eine bunte Tüte.
Rachel: Schon wieder.
Manu: Aber vor allem auf der emotionalen Ebene.
Rachel: Oh, stimmt.
Manu: Ich bin durch verschiedenste Schattierungen von Emotionen gegangen diese Woche. Ich hatte tiefe Erkenntnisse und kleine seelische Waldbrände.
Rachel: Rodungen. Aber jetzt ist da ganz viel fruchtbare Erde.
Manu: Ja, voll. Mir geht’s auch gut. Mir geht’s auch gut, aber mich hat’s letzte Woche irgendwie, mich hat’s jetzt so die letzten 8 Tage, 7, 8 Tage, hat’s mich echt irgendwie ganz schön gebeutelt. Genau, aber das war, das ist okay. Das ist wirklich okay und das ist, glaube ich, auch wichtig für die Phase, in der ich gerade bin. Und das hing auch ganz viel damit zusammen, dass ich einfach, ja, ich einfach, ja, ich kann nicht viel mehr sagen jetzt auch zu meiner ganzen Arbeitssituation. Ich bin einfach immer noch, ich hänge immer noch zwischen den Stühlen bzw. Zwischen den Projekten. Es zieht sich alles, aber ich habe irgendwie jetzt im Laufe dieser Woche einen guten Umgang dafür, für mich gefunden, damit umzugehen. Und der grüne Abschluss von dieser Woche war dann halt unser Gespräch heute, das auch alles dem jetzt auch auf der Arbeitsebene irgendwie eine neue Struktur zu verleihen und zu gucken, wie kann ich aktiv werden, was kann ich tun, jetzt nicht einfach nur da zu sitzen und Däumchen zu drehen und zu warten, sondern was kann ich tun. Ja, also alles in allem eine sehr gute Woche, aber halt mit echt krass vielen Emotionen und auch so im Privaten und irgendwie huiuiui. War viel los irgendwie.
Rachel: Und das obwohl Feiertage waren.
Manu: Das obwohl Feiertage waren.
Rachel: Und wir sie diesmal wirklich einigermaßen mitgenommen haben, muss man mal sagen. Wir waren echt, echt…
Manu: Auf jeden Fall 2, 2 Tage.
Rachel: Gute, gute, gute, gute Selbstständige dahingehend. Das ist mir schon oft gefallen. Wir sagen oft, von wegen Ja, Nee an Feiertagen, das ist Quatsch, wenn wir uns da freinehmen oder was unternehmen, weil alle anderen ja auch dann unterwegs sind, dann machen wir das mal anders. Und wir machen es aber dann nie wieder anders. Und jetzt haben wir wirklich auch mal ein paar Feiertage mitgenommen und das war ganz gut.
Manu: Ja und auch so ein bisschen so spontan uns dazu entschlossen. Das fand ich irgendwie auch ganz gut. Aus der Situation raus, dass wir einfach gemerkt haben, morgens aufgewacht und gemerkt, boah krass, irgendwie geht’s heute nicht. Und dann lasse ich den Feiertag jetzt auch Feiertag sein. War gut, fand ich auch.
Rachel: Ein absolutes Highlight für mich in der vergangenen Woche war der Mittwoch. Das war hier in Leipzig ein ganz warmer, fast schon Sommertag. Ja. Und Mittwochvormittag ist in dem kleinen Weiterbildungsformat, in dem ich jetzt gerade bin, bei der Kato im Workshop Accelerator, ist Mittwoch immer Coaching-Tag. Und sie hat ein ganz schönes Format, so ein Hotseat-Coaching, also dass man so einen Slot buchen kann, 20 Minuten, wo man quasi mal sein Thema mit in die Mitte bringt. Ja. Und man wird von, nicht nur von ihr gecoacht, sondern die anderen TeilnehmerInnen, die dabei sind, können da auch ein bisschen Feedback zu geben. Und das war letzte Woche so, so eine wholesome Erfahrung. Das war so toll, irgendwie, Es waren echt 3 Stunden durchgehend und ich war auch die ganze Zeit dabei. Aber das war so eine richtig tolle Energie im Sinne von alle voll supportive und viel gelacht. Wir hatten eine richtig, richtig schöne Zeit. Das war voll schön. Und das dann aber auch so ein bisschen sacken lassen zu können. Und wir sind dann irgendwie nachmittags in die Stadt spaziert und haben dann irgendwie das schöne Wetter mitgenommen. Wir waren so ein bisschen Touri in der eigenen neuen Stadt. Das war irgendwie, wir haben nochmal eine neue Ecke gesehen, die wir vorher noch nicht kannten. Nochmal ein paar Umwege gelaufen, ein paar Schlenker laufen.
Manu: Lerne deine Stadt kennen. War ganz gut.
Rachel: Waren in der Kirche, haben uns die Kirche angeguckt. Das war echt schön. Das war ein richtiger Highlight-Tag irgendwie.
Manu: Ja, fand ich auch.
Rachel: Bin ich abends sehr müde und sehr glücklich ins Bett gefallen.
Manu: Ja, das war echt gut.
Rachel: Und an dem Tag dachte ich, ich darf auch immer wieder so stehen bleiben und mir denken, boah, krass, wir sind jetzt echt hier. Und es wird Sommer und wir sind hier. Das war echt schön. Und gleichzeitig war ich jetzt für die Woche, ähm, ich hab das Gefühl, ich bin jetzt echt endlich ein bisschen klarer darin, wie ich und was ich jetzt genau an meinem Business zu tun habe, ohne mich daran zu verzetteln. Also ich will es ja gar nicht Rebranding nennen, weil das irgendwie so ein viel größerer Themenkomplex irgendwie nochmal ist oder nochmal aufmacht, aber ich bin ja seit 1 Weile dabei, mit Unterbrechung durch die Masterarbeit, meine Selbstständigkeit irgendwie nochmal neu auszurichten und ich habe das Gefühl, dass so die letzten Wochen mich darauf hingeführt haben, dass ich jetzt wirklich an dem Punkt bin, wo ich ganz konkret meine To-Dos habe, meine nächsten Schritte und das erste Mal seit sehr, sehr langer Zeit optimistisch darauf schaue und wirklich sehe, okay, das ist alles machbar. Das ist nicht Goodwill, das ist nicht Wunschdenken, das ist nicht schauen wir mal, ob das irgendwie alles klappt, sondern ich habe mir meine To-Dos, meine Aufgaben, meine Schritte, auch mit dem Termin heute, da werden wir nachher drüber reden, jetzt echt glaube ich so gelegt, dass ich merke, dass da ganz viel Selbstwirksamkeit dahinter steht.
Manu: Sehr gut. Das habe ich mir für dich gewünscht. Sehr gut.
Rachel: Also Ich glaube, ich habe mich selbst so ein bisschen vom Traumtanzen wieder runtergeholt, weil ich mich darin immer sehr selbst unter Druck gesetzt habe. Und jetzt trotzdem die Möglichkeit zu haben, größer zu denken aus einem, ich schaff das und es ist alles da.
Rachel: Mhm. Aus so 1 Perspektive heraus statt so ein panisches Reagieren auf Einflüsse und sagen, okay, irgendwie muss ich das doch greifen, es fließt mir alles irgendwie durch die Finger. Das ist gerade ein sehr, sehr schönes Gefühl, so ein bisschen es jetzt greifbarer zu haben und zu wissen, ich habe das alles selber in der Hand und das ist alles möglich. Also es ist alles, ich glaube es kommt auch viel, und da haben wir auch die letzten Tage drüber geredet, weil das auch so eine Erkenntnis ist, die immer weiter einsickert. Wir müssen jetzt gerade nur arbeiten.
Manu: Ja, das stimmt.
Rachel: Wir haben keine Wohnung mehr, die wir suchen müssen nebenher. Wir haben keinen Umzug, der geplant und durchgeführt werden muss. Ich habe keine Masterarbeit mehr. Das ist echt krass, dass diese Erkenntnis immer mehr so peu à peu erst rein sickert. Und man so merkt, boah, ich muss ja nur arbeiten.
Manu: Ja, ich glaube, deswegen hat es mich letzte Woche auch emotional so zerlegt. Ja. Weil plötzlich so viel Raum da war.
Rachel: Also da merkt man, was das für ein Luxus ist, klingt irgendwie falsch, aber da jetzt gerade doch ist es ein Luxus, die Möglichkeit zu haben, dass wir uns da jetzt echt drauf fokussieren können, das macht in 1 gewissen Weise manchmal natürlich eben auch noch Angst, wenn man sich denkt, okay, jetzt muss es aber auch klappen. Weil es muss jetzt auch dann klappen, wenn tatsächlich. Aber ja, da bin ich gerade sehr dankbar für, dass wir alle anderen Projekte jetzt endlich mal abgeschlossen haben und nicht irgendwie uns von was anderem ablenken lassen oder uns was anderes da jetzt gerade reinkommt, sondern wir uns jetzt auch gut abgegrenzt haben und sagen, okay, nee, das ist jetzt, wir fokussieren uns jetzt da drauf und bauen das aber nachhaltig auf. Also das ist jetzt nicht diese Freiheit im Arbeitskontext jetzt nicht irgendwie als geil, jetzt machen wir mal irgendwie Hustle Culture, so 10 Stunden am Tag, sondern nee, wir bauen das jetzt ganz nachhaltig und langfristig auf und überfordern uns jetzt nicht in dieser Freiheit. Und das ist ganz gut, glaube ich.
Manu: Ja, es tut gut. Finde ich auch. Ja. Ich finde auch allein die Erkenntnis dieser Satz eben, den du ja heute Morgen auch schon mal gesagt hast, wir müssen jetzt nichts außer arbeiten, das ist etwas, was mich total gecatcht hat irgendwie.
Rachel: Das macht Wieder ein bisschen Vorfreude, ne?
Manu: Ja, total.
Rachel: Ich freu mich gerade wieder aufs Arbeiten. Das hatte ich, ich hatte so Glimpses davon in den letzten Wochen, aber ja, das erste Mal seit sehr, sehr langer Zeit freue ich mich auf meinen Alltag.
Manu: Ich mich auch. Und das hängt aber auch mit den Erkenntnissen meiner Woche, meiner vergangenen Woche zusammen. Also, dass ich zum Beispiel eben auch ein unglaublich großes Bedürfnis und Sehnsucht danach habe, wieder einfach auch meine Kunst zu machen. Also meine Musik, Musik, Musik. Einfach nur der Musik willen und der Kunst willen und schreiben möchte und so. Aber irgendwie auch da durch dieses Ernstnehmen dieser Sehnsüchte und dieses Wunsches nach Ausdruck, Das hat mir auch so eine totale Ruhe verliehen, dann jetzt zum Ende letzter Woche hin. Und jetzt in Kombination mit, ich muss jetzt eigentlich nur noch arbeiten, das heißt, ich habe meinen Job und ich habe meine Kunst. Das ist eigentlich total geil. Eine mega geile Voraussetzung. Ja.
Rachel: Sehr schön.
Manu: Yay. Sollen wir mal reingehen in unseren Sprint?
Rachel: Ja, willst du erzählen, wieso, weshalb?
Manu: Nein. Nein, weil du bist mit der Idee aufgekommen, mit dem Sprint und deswegen glaube ich
Rachel: … Nee, das war deine Idee. Gestern Nachmittag.
Manu: Ja, aber du hast dann das daraus gemacht.
Rachel: Die Methode, ja, ja. Aber dann erzähl doch doch mal vom Impuls.
Manu: Ah, okay. Ja, okay. Also mein Impuls war, weil du mir erzählt hast, dass du den Abend vorher, also vorgestern Abend
Rachel: … Samstagabend.
Manu: Samstagabend. Ich bin recht schnell eingeschlafen und du lagst noch recht lang wach und hattest Existenzängste und hast mich nicht aufgeweckt und mit mir darüber geredet, sondern hast alleine gelitten. Und nebstdessen, dass es mich dann gestern ein bisschen geärgert hat, dass du das so gemacht hast.
Rachel: Weil ich das durchaus erkenne, dass du das auch manchmal so machst.
Manu: Ja, aber ich versuche mich daran ja auch zu bessern. Nachdem wir das erstmal geklärt haben, habe ich gemerkt, ich habe keinen Bock mehr auf dieses, Was du vorhin auch schon angesprochen hast, auf diese Panikreaktionen, dieses sehr kurzfristige, ich kleb da mal kurz ein Pflaster drauf und dann fällt aber 2 Tage später, 3 Tage später dieses Pflaster natürlich wieder ab Und eigentlich ist es so wie vorher. Und es ist irgendwie nicht nachhaltig, immer nur aus so 1 Panikreaktion auf die eigene Angst hin, irgendwie so eine schnelle Lösung zu finden. Und dann
wie so ein aufgescheuchtes Huhn irgendwie aktiv zu werden. Und dann habe ich gestern gesagt, lass uns doch jetzt wirklich endlich wieder damit anfangen, erstens eben wirklich einen Joe fix zu machen, aber auch noch mehr darüber hinaus auch so ein, jetzt wo wir in dieser Wohnung sind, in der wir beide arbeiten, in der wir beide echt viel Platz haben, was auch toll ist zum Arbeiten, Lass uns doch jetzt einfach mal unsere Fähigkeiten in einen Topf schmeißen und wir machen mal einen richtigen Plan. Wir machen mal wirklich einen Masterplan für die nächsten 4 Wochen und überlegen uns, wie gestalten wir das so, dass wir auch jeden Tag das Gefühl haben, wir ziehen da jeder an seinem Strang, aber irgendwie auch am gemeinsamen Strang. Und das ist auch das, was am besten gegen Existenzängste wirkt, eben aktiv zu sein und irgendwie das Gefühl zu haben, wirklich konkret auf ein Ziel hin zu arbeiten, aber auch zu wissen, was sind die nächsten kleinen Schritte dorthin. Und das haben wir dann heute gemacht.
Rachel: Selbstwirksamkeit.
Manu: Selbstwirksamkeit. Warum hast du gerade gelacht? Wegen meinem Versprecher?
Rachel: Ich weiß es nicht mehr.
Manu: Ich hab mich gerade richtig dumm versprochen, aber ich weiß es auch nicht mehr.
Rachel: Irgendwas fand ich wohl richtig witzig. Genau, und ich habe mich dann heute früh hingesetzt und dann habe ich einen kleinen Kick-Off vorbereitet, einen Sprint-Kick-Off, Weil gerade so im Bereich New Work oder Teams, Produktprojektmanagement etc. Da kennt man ja so dieses Sprinten her. Also man sagt, wir haben x Wochen und wir setzen uns vorher Ziele. Wo fangen wir an? Was passiert in diesen Wochen? Und ich glaube, das ist auch so ein bisschen diese Idee jetzt daraus entstanden, dass wir in den letzten Monaten so in diesem, in dem Modus waren, in dem wir waren. Einfach dieses viel Agieren und jetzt erstmal Lösungen finden für diese großen Themen Wohnen, Masterarbeit etc. Dass ich das Gefühl hatte und bei dir war das glaube ich ähnlich, dass wir das überhaupt nicht so ausgenutzt haben, wie wir es hätten tun können, dass wir beide selbstständig sind, dass wir beide so selbstständig sind, dass wir beide in Situationen sind, die sehr nah einander sind, also auch den anderen verstehen können in der jeweiligen Perspektive. Und auch so diesem Podcast, den wir jetzt gerade haben, dem noch ein bisschen mehr gerecht zu werden. So da jetzt Pläne zu schmieden, wie wir als Paar vielleicht auch uns in dieser Selbstständigkeit jeweils unterstützen können, vor allem in dieser Solo-Selbstständigkeit. Und das jetzt eben mal in diesem Sprint anzugehen, als ein ganz kleines Team, Und wir uns da heute echt mal 2 Stunden Zeit genommen haben, diese nächsten 4 Wochen zu strukturieren. Was sind unsere Maßnahmen? Was ist das große Ziel für jeden von uns jeweils? Und das dann eben zu clustern, zu priorisieren. Was sind wirklich wichtige Sachen? Auch mal zu hinterfragen, was sind jetzt gerade doch nur irgendwelche Ablenkungsmaßnahmen oder Sachen, wo man denkt, braucht man, aber braucht man eigentlich nicht. Das war auch nochmal ganz gut. Und vor allem für uns beide dieser große Bereich Accountability. Ritz, wolltest du gerade noch was sagen?
Manu: Ja, ich wollte nur sagen, dieses Selektieren, das war heute voll der Aha-Moment für mich, weil ich gemerkt habe, krass, wie sehr ich manchmal Sachen für wichtig erachte und beim Strukturieren dann, wie wir es heute gemacht haben, vor allem, wenn man dann auch so seine Gedanken dazu los wird und dann das irgendwie gespiegelt bekommt und Feedback bekommt, wo man dann merkt, krass, warum mache ich das so wichtig? Ich kann das voll auf die lange Bank stellen. Jetzt brauche ich gerade ganz andere Dinge, die sind gerade wichtig. Also das wollte ich nochmal ganz kurz.
Rachel: Ja, und ich glaube auch, dass das, wenn man jetzt eben bei diesem Bereich Maßnahmen und To-dos sammeln nochmal kurz bleibt, In meinem Kopf schwirren immer 10.000 To-dos, was man alles machen kann, was man machen könnte, was alles möglich ist. Und der erste Impuls ist dann natürlich, wenn man sagt, ich will planen jetzt die nächsten 4 Wochen, alle diese To-Dos in die nächsten 4 Wochen zu pressen, weil, oh, dann habe ich ja endlich mal den Plan und das Ziel, dass das dann in 4 Wochen alles fertig ist. Und als Selbstständiger funktioniert das so nicht. Zum einen, weil dann doch auch die, selbst wenn man 24 Stunden am Tag arbeitet, zu wenig wären. Und zum anderen, weil sich aus vielen Aufgaben dann andere Sachen wieder ergeben und sich neue Sachen aufmachen. Und dann hat man hier noch, möchte man sich weiterentwickeln. Und ja, das war total gut, da jetzt mal aktiv und bewusst zu sagen, nee, das ist jetzt gerade überhaupt nicht relevant für das Ziel, was wir uns jetzt jeweils für diese 4 Wochen gesteckt haben. Und auf der anderen Seite beruhigt es aber auch, so endlich mal eine Kalenderwoche für ein To-Do gefunden zu haben. So, dass es jetzt klar gemacht zu haben, okay, nee.
Manu: Voll.
Rachel: Das findet jetzt, Und auch in diesen 4 Wochen, ich habe dann gemerkt, dass ich das alles Wir haben erst priorisiert und gesagt, was müssen wir überhaupt machen, was eher nicht. Und priorisiert und geklastert, wo können wir uns helfen, was sind große Sachen, was sind eher kleine Sachen. Und das dann auch versucht, auf diese 4 Wochen aufzuteilen. Und auch da habe ich gemerkt, dass mein Gehirn sofort wieder angefangen hat, okay, das muss jetzt alles eigentlich nächste Woche passieren.
Manu: Ja, ja, ja.
Rachel: Ja. Und dann hätte es mich überfordert, oder hätte ich gar nichts gemacht. Und ich habe dann gedacht, Ich habe doch heute früh vorher schon einen Wochenplan geschrieben, das muss jetzt aber so bleiben. Ich kann die Woche ja auch nochmal umstrukturieren. Das war echt nochmal gut. Dafür nimmt man sich ja 4 Wochen. Man macht ja keinen Sprint für eine Woche. Das ist einfach ein Wochenplan, sondern es geht jetzt diese 4 Wochen. Was kommt dabei rum? Und dann eben im nächsten Schritt zu sagen, wo können wir gemeinsam daran arbeiten, wo können wir uns unterstützen, was ist für uns beide irgendwie interessant, weil wir eben in 1 ähnlichen Situation sind, da in den Bereich Accountability zu gehen, weil ich merke, dass das für mich ganz oft ein Thema ist, weil ich, habe ich auch schon mal darüber gesprochen, einen größeren Druck verspüre, wenn ich Deadlines von außen habe oder das halt mal nach außen kommuniziert habe, statt dass ich mich selber kann mich immer austricken und sage, ja diese Woche ging halt nicht, mache ich halt nächste Woche. Puste Kuchen, ganz oft. Und da jetzt mal mit dir noch stärker das in Austausch zu bringen, was habe ich mir denn eigentlich vorgenommen, das dann auch besser reflektieren zu können? Zum Beispiel an Tagen, wo ich das Gefühl habe, ich habe irgendwie überhaupt nichts geschafft und du mir dann sagen kannst, doch, du hast das und das und das gemacht. Das ist schon ein richtig großer Needle Mover und hat einen großen Impact für das, was du machen willst. Oder auch mal ganz kritisch nachzufragen, so hey, du wolltest die Woche echt das und das machen, warum hast du das nicht gemacht?
Manu: Voll, ich würde gerne noch mal da einhaken mit dem, guck mal, das und das hast du ja schon geschafft heute. Das Ding ist ja auch, das sage ich dir ja schon manchmal, aber du glaubst es mir nicht, weil ich ja auch keinen wirklichen Überblick habe über das, was du gemacht hast. Aber den habe ich ja jetzt dann. Das heißt, du musst es mir ja glauben. Das ist eigentlich auch eine super Möglichkeit, dich auszutricksen.
Rachel: Es ist eine informiertere Bestätigung.
Manu: Genau, das wollte ich noch kurz einhaken.
Rachel: Genau, wir haben nämlich dann eine sehr, eine Methode, uns, Methode ist eigentlich auch falsch, aber Wir haben jetzt ein Tool für unsere Kommunikation nochmal überarbeitet, überlegt.
Manu: Ja, also ich hoffe, du meinst das auch, aber wir haben jetzt einen eigenen Discord-Server für uns beide.
Rachel: Ja, weil ich tatsächlich schon vor dem Termin, Ich bin hier ins Mai gekommen und habe gefragt, wo soll ich dir denn den Link schicken zum MiroBoard? Weil mich das so genervt hat, weil wir irgendwie auf WhatsApp kommunizieren und über E-Mail und da dachte ich mir so, nee, also irgendwie muss es da irgendwie eine bessere Art der Kommunikation geben. Ja. Und jetzt haben wir einen Discord-Server. Ich finde es richtig gut. Ich glaube, das ist eine richtig gute Idee.
Manu: Voll. Finde ich auch. Also vor allem mit dieser Check-in-Geschichte und so. Also ich habe das ja auch bei anderen Teams, wo ich irgendwie mal mit drin war oder so, ja auch gesehen, die über Discord arbeiten. Ich meine, viele Teams im Game-Dev-Bereich arbeiten ja auch mit Discord, sich zu organisieren. Und das funktioniert auch einfach mega gut. Ja. Also die machen das ja dann meistens sogar so, dass die sich dann irgendwie so digitale Räume bauen, dass dann jeder sein Office hat sozusagen, wo man die anderen Leute, also die arbeiten alle remote, aber du kannst die Leute in ihrem Office dann besuchen und so. Also, ja. Nee, ich finde das auch richtig gut, dass wir das machen. Ich glaube, das strukturiert uns noch mal mehr. Es macht so eine Accountability und es macht auch, glaube ich, dann auch eine Ruhe. Und ich merke, das ist für mich nämlich auch ein Thema. Ich möchte wieder viel, viel besser werden, in dem konsequent Feierabend machen, mir konsequent dann Zeit nehmen, zum Beispiel für meine Kunst, zum Beispiel fürs Schreiben, zum Beispiel auch für, also ich habe ja, ich habe glaube ich auch im Podcast schon mal gesagt, ich habe zu wenig Hobbys, ich möchte mehr Hobbys haben für meine Hobbys, für meine Potenziellen. Also das ist, glaube ich, auch was Wichtiges, also dass ich einfach einen fokussierteren Arbeitstag habe und dadurch halt dann auch einfach einen eindeutigeren Feierabend. Das ist mir auch wichtig. So, ich dann heute im Prozess, wo wir das gemacht haben, gemerkt, das glaube ich, gibt mir so eine Ruhe dann zu sagen, wow, krass, ich konnte heute das alles abhaken. Okay, jetzt mache ich Feierabend.
Rachel: Ich bin auch echt gespannt, was das mit uns macht. Erstmal wie gut das funktioniert und wie wir uns daran gewöhnen und das dann auch tatsächlich umsetzen, eben jetzt in dem Discord-Server. Wir haben ja dann auch beispielsweise nochmal wirklich uns mit dem Kalender hingesetzt und uns Termine gemacht, wann wir uns für bestimmte To-Dos zusammensetzen, die wir gemeinsam machen.
Manu: Wann wir wieder einen Sprint machen.
Rachel: Genau, wann wir dann in den nächsten Sprint gehen. Das sind ja alles keine, wir erfinden ja gar nicht das Rad neu, das sind ja alles Tools und Methoden, die aus der Brücke, aus der Projektarbeit irgendwie klassisch kommen. Und ich bin echt gespannt, weil so als Solo-Selbstständige, die in den letzten Jahren schon irgendwie in Teams gearbeitet haben, aber die dann oft irgendwie so frei, so klein, auch so unstrukturiert waren, wo das so in dem Rahmen auch nicht stattgefunden hat, was das jetzt bedeutet, wenn wir als kleinstes Team mit 2 Leuten, die aber nicht nur miteinander arbeiten, sondern auch miteinander leben, jetzt in so eine Projektarbeit kommen. Weißt du, was ich meine? Also ich werde jetzt schon in den nächsten Wochen so ein bisschen auch diese Meta-Ebene von der Forscherbrille aufsetzen und dann mal wieder gucken, okay, was macht das auch mit unserer Beziehung?
Manu: Ja, da bin ich auch gespannt. Müssen wir auch genau beobachten.
Rachel: Ich glaube, dass es dahingehend gut sein wird, weil ich glaube schon, dass Ich würde es dir jetzt mal unterstellen, bei mir weiß ich es tatsächlich, dass da schon ab und an ein schlechtes Gewissen ist in diesem, kann ich dich da kurz stören, kann ich dich da kurz rausholen, kann ich dir da kurz irgendwie, kannst du mir da eben kurz Feedback geben oder wie war das und das nochmal, statt einfach zu sagen, hey, wir haben einfach einen Platz. Gerade wir 2, denen oft einfach Sachen dann einfallen, wo man das dann parken kann und der andere guckt sich an, wenn er so weit ist.
Manu: Ja, jetzt hat jeder von uns eine Mailbox im Discord-Channel.
Rachel: Ja, Und das ist, glaube ich, ganz gut, so dieses Ja. Aber eben, was macht das mit uns als Paar, wenn wir wirklich da gezielt so eine asynchrone Kommunikation suchen?
Manu: Ich glaube, dass es tatsächlich Spannungen beheben wird. Weil das ist für mich tatsächlich echt ein Thema. Ich habe so oft so Schnellschüsse im Hirn und ich muss das dann auch gleich loswerden und da gleich drüber reden und ich glaube, das wird für mich super angenehm, weil ich habe immer Angst, dich zu stören. Wirklich. Also ich bin, ich bin, ich bin da auch ein bisschen vorbelastet, glaube ich. Jetzt, wo ich es gerade ausspreche. Ich habe einfach total Angst, dich zu stören.
Rachel: Und vor allem jetzt, wo ich ja noch ein Zimmer hab, wo ich die Tür zumachen kann. Oh nein. Da ist die Angst ja noch viel größer da anzuklopfen.
Manu: Ja, total. Ich stehe da immer manchmal eine Viertelstunde.
Rachel: Oh nein, doch nicht.
Manu: Ich kann es nicht.
Rachel: Ich kann sie doch jetzt nicht stören. Sie schaut bestimmt ein ganz, ganz spannendes YouTube-Video. Zum Beispiel 1 von Jenny.
Manu: Oh ja, das war gut. Ich habe den Faden verloren. Jetzt gibt es aber die Möglichkeit, und das wollte ich dir vorher noch sagen, man kann ja auch Channels, Text-Channels in Discord muten, dass man da auch keine Benachrichtigungen, keine Push-Nachricht bekommt, wenn da was reingeschrieben wird. Das heißt, diese Mailbox, die kann man muten und dann guckt man, wenn man selber ready ist, da rein und dann kann ich dir da alles einschmeißen, was ich mir gedacht habe. Und dann kannst du das lesen, wann immer du willst, wann du ready bist dafür. Und ich glaube, das wird auch in Bezug auf unsere Beziehung, und da wollte ich eigentlich hin, jetzt schließt sich der Kreis, wird das einiges machen, weil ich glaube, dass es eben Spannungen abbaut.
Rachel: Mhm.
Manu: Vielleicht, vielleicht auch nicht, who knows. Vielleicht bin ich dann total stinkig, weil du hast es immer noch nicht gelesen.
Rachel: Nein, aber ich denke mal, ja, ich verstehe es ja voll, aber es gibt ja auch was, es ist, ich habe, worum ich dich seit Mittwoch bitte und du hast es noch nicht gemacht. Das ist überhaupt nichts Großes. Aber so dieses, dir das jetzt zum fünften Mal zu sagen, nee. Dann steht es da einfach und man muss einfach regelmäßig reingucken und sagen, was habe ich denn gerade noch offen.
Manu: Genau, genau für sowas ist das Center.
Rachel: Ja. Also es wird ein totales Experiment. Ja. Und wir geben euch am Ende des Sprints dann spätestens mal ein Update, wie es so lief für uns. Sowohl was inhaltlich sich getan hat, was für Erkenntnisse es gab, als auch jetzt in der Methode. Ja. Ist Sprinten für uns ein gutes Werkzeug. Ich glaube schon, ich freue mich auch, ich glaube mein ADHS-Hirn freut sich auch so zu wissen, okay das sind jetzt 4 Wochen. Ja, ja, ja. Und dazwischen, also ich meine und dann mit dem nächsten Sprint würden wir dann wahrscheinlich erst Mitte Juni starten, weil wir zwischendurch auf der Republika sind und Pfingsten sind wir auch nochmal bei der Familie und so. Ich glaube, das ist richtig gut, dass unsere Hirne dann auch in so einem Modus sind, okay, jetzt haben wir so, das sind jetzt 4 Wochen.
Manu: Und das ist so ein Ziel am Horizont.
Rachel: Dann wird voll dedicated für das eine und der nächste Sprint steht dann unter einem anderen Fokus. Da freue ich mich sehr drauf. Das wird sehr, sehr spannend.
Manu: Ja, freue ich mich auch drauf. Ich glaube auch, das wird gut.
Rachel: Und vielleicht, also auch wenn ihr jetzt da draußen sitzt, steht,…
Manu: …liegt,…
Rachel: …läuft, vielleicht sprintet ihr gerade auch.
Manu: Jetzt seid ihr gerade am Joggen und hört diese Folge. Jetzt ist der Moment zum Sprinten gekommen.
Rachel: Ich weiß, das klingt vielleicht blöd, weil wir haben jetzt gerade nicht das Rad neu erfunden, sondern wir machen das, was ganz, ganz viele Menschen immer schon in ihrer Arbeit machen. Aber vielleicht ihr ja auch noch nicht in Ermangelung 1 Teams, weil ihr einfach solo selbstständig seid. Wäre ja auch mal spannend, sich mal umzuhören, umzugucken, Welcher Business Buddy, welcher da vielleicht auch noch Bock drauf hätte. Mhh.
Manu: Das ist cool. Ja.
Rachel: Das wäre, jetzt habe ich schon wieder Ideen
Manu: Du hast eine Geschäftsidee, ich sehe schon.
Rachel:
Ja, ja, da machen sich mir schon wieder Ideen auf. Aber das machen wir nicht jetzt.
Manu: Eine Partnerbörse.
Rachel: Das ist nicht Teil des Sprints. Das kommt auf die lange Bank. Das kommt ins Backlog.
Manu: Sehr gut.
Rachel: Sehr gut,
Manu: gleich beim Thema zu bleiben.
Rachel: Schön.
Manu: Gut. Das war eine knackige Folge. 30 Minuten. 31 Minuten.
Rachel: Ja, aber wieder richtig methodisch. Also richtig in der Methode wieder drin.
Manu: Weil wir so warm geredet waren. Schon. Ja. Wir waren aufgewärmt.
Rachel: Voll drin. Ich werde jetzt noch ein Schoko-Oster-Ei essen.
Manu: Voll die gute Idee.
Rachel: Das ist jetzt die Belohnung für so viel reden mit dir heute.
Manu: Ja. Wollen wir schweigend beide ein Schoko-Ei essen?
Rachel: Nein.
Manu: Okay. Dann nicht.
Rachel: Dann nicht.
Manu: Dann nicht. Dann gehst du jetzt ein Schokoei essen und wenn du fertig bist, gehe ich ein Schokoei essen.
Rachel: Oder wir beenden einfach die Aufnahmen an dieser Stelle.
Manu: Ja, das sowieso.
Rachel: Achso, ich dachte, du hast mich gefragt, dass wir jetzt…
Manu: Während die Aufnahme noch läuft. Nein, was für ein Quatsch.
Rachel: Ich dachte, du willst, dass wir jetzt hier sitzen vor dem Mikro, …deswegen schweigt… Nein! …Und dieses Ostereier auspacken.
Manu: Nein, auf keinen Fall.
Rachel: Du Veräppelst mich. War das nicht deine Idee?
Manu: Nein, das war überhaupt nicht meine Idee.
Rachel: Das wäre jetzt dein Plan, so vor allen ein Oster-
Manu: Nein, ich wollte ja wissen, was du nach der Aufnahme machst.
Rachel: Ja, aber ich dachte vielleicht fandest du es lustig, dass wir das jetzt aber schon während der Aufnahme machen.
Manu: Also lustig wäre es aber halt nur für uns. Okay, alles klar.
Rachel: Wir haben heute zu viel geredet.
Manu: Dann bis nächste Woche.
Rachel: Bis nächste Woche. Schön war’s.
Manu: Schön war’s. Tschüssi. Tschüss.