Rachel: Manu, weißt du, was ich dir heute noch gar nicht erzählt habe?
Manu: Boah, hast du dir echt jetzt was bis jetzt aufgehoben?
Rachel: Es ist mir gerade eingefallen, wir haben uns seitdem nicht mehr gesprochen.
Manu: Wir saßen hier schon eine ganze Weile.
Rachel: Ja, aber ich meine, davor halt.
Manu: Oh, ok. Was denn?
Rachel: Ich bin ja total froh über meinen Schreibtisch und Schreibtischstuhl, dass ich jetzt einen Arbeitsplatz hab und Zeit hab. Und es war so interessant, heute früh habe ich mich nochmal damit auseinandergesetzt, dass ich irgendwie komisch sitze. Sitze ich, weil setzen und sitzen. Und ich habe gemerkt, dass ich mit meinem Stuhl, also ich bin glaube ich ein Sitzriese, weil ich meinen Stuhl tatsächlich bis ganz nach unten fahren muss, damit die Beine richtig schön ergonomisch im 90-Grad-Winkel stehen beim Arbeiten.
Manu: Oder bist du ja ein Sitzzwerg, wenn du den Stuhl ganz runterfahren musst?
Rachel: Sitz… …Zwerg. Nein, weil ich hab einen langen Oberkörper. Das Problem ist nämlich bei dem Stuhl, dass meine Kopfstütze schon so weit hoch wie möglich ist.
Manu: Ich verstehe.
Rachel: Also ich hab im Vergleich, also es war vorhin, ich musste quasi nochmal die Einstellung von meinem Tisch auch ändern, die musste ich auch weiter runterfahren. Also jetzt ist ganz, ich sehe die Welt aus komplett neuen Augen.
Manu: Völlig neue Perspektive auf die Dinge.
Rachel: Mindestens 4 Zentimeter Niedriger sehe ich die Welt jetzt.
Manu: Musst du jetzt deine Website nochmal überarbeiten?
Rachel: Nein, aber das war sehr interessant, dass das heute direkt irgendwie die Art und Weise, wie ich gerade… Also so, Das Beschäftigen nimmt tatsächlich gerade Kapazitäten ein. Weil ich am Wochenende wieder so viel an meinem Schreibtisch saß, weil ich letzte Woche krank war und dann am Wochenende viel noch gemacht habe. Und immer wieder gemerkt habe, ich sitze so komisch auf diesem Stuhl, unbewusst. Und jetzt bin ich mal gespannt, aber jetzt fühle ich mich tatsächlich wie so ein kleines Kind. Jetzt guckst du mich an, wie wir hier sitzen.
Manu: Jetzt wo du das sagst, fällt es mir auf.
Rachel: Ja, okay, gut. Also Thema ergonomisches Arbeiten, sehr wichtig.
Manu: Hat das heute das folgende Thema?
Rachel: Nein, nee, aber das hat mich gerade beschäftigt. Das habe ich dir heute noch nicht erzählt, dass mich das beschäftigt hat. Okay. Okay. Wie geht’s dir?
Manu: Mir geht’s gut. Ich bin gerade im Mittagstief, merke ich.
Rachel: Du hast vorgeschlagen, dass du 14 Uhr die Folge aufnimmst.
Manu: Ich weiß. War super smart von mir.
Rachel: Weil das ist ja auch sonst die Zeit, in der du immer ein totales Hoch erlebst.
Manu: Ja, ja, voll fit bin. Ja. Richtig gut. Richtig, richtig, richtig gut. Aber wir kriegen das hin. Ähm, nö, sonst geht’s mir gut. Soll ich mal erzählen, wie meine Woche war?
Rachel: Ja, erzähl mal, wie deine Woche war.
Manu: Och, gut eigentlich. Schön. Und deine?
Rachel: Ja. Ich war krank.
Manu: Ähm, Meine Woche war spannend.
Rachel: Erzähl.
Manu: Spannend. Es hat sich wieder irgendwie viel entwickelt. Und Ich habe letzte Woche dann, nachdem wir, wir haben letzte Woche Dienstag aufgenommen, da hatten wir eine ganz kurze Folge nur, weil du krank warst.
Rachel: Ja, mir geht’s übrigens wieder besser.
Manu: Schön, das freut mich.
Rachel: Kurzer Disclaimer vorab.
Manu: Und dann habe ich mich in den Tagen darauf viel mit meinem Content beschäftigt, beziehungsweise ich hab die letzten 2, 3 Wochen hab ich mein Content pausiert auf Instagram und TikTok und allen anderen Kanälen, weil ich irgendwie keinen Spaß mehr daran hatte. Also irgendwie gemerkt habe, das funktioniert nicht. Und jedenfalls, dann habe ich mich die letzte Woche damit auseinandergesetzt, mir einen Contentplan entworfen, viel mit ChatGPT auch gearbeitet, was mir auch sehr geholfen hat dabei. Und dann habe ich dir das erzählt und dann hast du gesagt, das ist …
Rachel: Wait a minute.
Manu: Immer langsam mit den jungen Pferden, da hast du ja in 4 Wochen keinen Spaß mehr dran.“ Und dann war ich erst mal trotzig. Und dann haben wir das aber zusammen durchgearbeitet. Insofern, ich hab mich, danke dir auch nochmal dafür, und wir haben mir einen Contentplan entwickelt. Und das war sehr gut. Also irgendwie die letzte Woche hatte so ein bisschen trübtasig begonnen und jetzt geht’s mir echt gut. Bin gut, bin guter Dinge. Wie war deine Woche?
Rachel: Wie würdest du denn, also ich will jetzt nicht, ich will jetzt keine Werbung für mich machen.
Manu: Doch, lass uns Werbung für dich machen. Du hast das sehr gut gemacht.
Rachel: Dankeschön, Das freut mich. Das war ja in dem Moment tatsächlich, das hast du gerade schon angesprochen, du warst im ersten Moment so ein bisschen trotzig, weil ich irgendwie deine ganze, weil du das Gefühl hattest, ich rede jetzt mal, ich lege dir das jetzt mal in den Mund.
Manu: Lass uns da später drüber reden. Ich wollte da später noch, ich wollte jetzt nicht zu sehr vorgreifen. Ah, okay. Ja, ich wollte da später noch mal drauf eingehen.
Rachel: Okay, ja gut, dann.
Manu: Sorry.
Rachel: Okay da haben wir… wir sind super gut vorbereitet. Auch hier wieder langsam mit den jungen Pferden. Genau. Nein, was ist denn, Was würdest du denn als das Key-Learning aus unserem Content-Planungs-Meeting, was hat so den Switch gemacht?
Manu: Ich darf Spaß daran haben.
Rachel: Oh, okay.
Manu: Also, sorry, ist da jetzt das Erste, was mir einfällt. Hat jetzt nämlich nichts mit Struktur zu tun, da habe ich auch viel gelernt, aber das war jetzt erstmal so, overall irgendwie, dass ich da Spaß anhaben darf und ich darf mich zeigen, so wie ich bin und mit den Interessen, die ich habe.
Rachel: Sehr gut. Mein Plan geht auf. Wenn du das daraus mitnimmst, aus so 1 Impromptu-Content-Strategie Session, dann geht das schon mal in die richtige Richtung.
Manu: Es war sehr empowernd.
Rachel: Voll gut.
Manu: Voll gut. Ich habe mich heute so sicher gefühlt, auch vor der Kamera, wie bis jetzt noch nie, glaube ich.
Rachel: Wir haben ja tatsächlich auch schon die Tage darüber geredet, nach dieser Session. Und wir haben das Thema, glaube ich, noch nicht, oder die Frage noch nicht gelöst, inwiefern, weil du bist ja tatsächlich einfach, du bist meine Zielgruppe. Du bist nicht nur auf dem Datingmarkt, sagte die Verlobte, sondern auch in meiner Arbeit. Du bist selbstständiger Künstler Und vielleicht kriegen wir da ja ein Feedback aus der Zuhörerschaft, die da vielleicht was zu sagen hat. Ich helfe dir da voll gerne und ich mache das total gerne mit dir. Das Problem ist so ein bisschen, das wäre natürlich total cool, deine Erfahrungswerte dann auch da irgendwie in Testimonial zu haben.
Manu: Das würde ich ja unbedingt machen.
Rachel: Ja, aber es ist halt die Frage, ob das nicht, Wir sind halt sehr leicht zu verlinken. Und ob es dann Ich würde sagen, du bist schon ein bisschen biased. Ja, nein. Also, das
Manu: Ding ist ja, weißt du, man kann es ja auch so Wieso nicht? Doch, bin ich. Aber ich will jeden Preis dieses Testimonial schreiben, deswegen lass mich das so argumentieren, bitte. Man kann es ja trotzdem so argumentieren, dass man das total offenlegt, dass man halt sagt, ja klar, klar bin ich voreingenommen. Es ändert ja nichts daran, dass du mir geholfen hast bei meiner Arbeit. Und es ist ja sogar messbar.
Rachel: Ja, wir werden das noch lösen. Wenn ihr da draußen vielleicht 1 von euch da einen Gedanken zu habt, dann fände ich das auch sehr interessant mal zu hören.
Manu: Ja, voll. Wie war deine Woche? Bevor wir jetzt weiter in das Thema reingehen.
Rachel: Meine Woche war okay. Also mich hat einfach dieses 2 Tage wirklich im Bett liegen und krank sein echt aus dem Konzept geworfen, Weil ich dann auch gemerkt habe, dass ich so Freitag, Samstag dann auch mit Blick auf meinen Kalender so ziemliche Panik bekommen habe. Was jetzt so die nächsten Wochen ansteht, was alles noch passieren muss. Und da hatte ich so ein blödes Gefühl, okay, wie, wie, wie, eigentlich durfte ich mir dieses Kranksein nicht erlauben, was totaler Quatsch ist, weil wenn man krank ist, ist man krank. Auf der anderen Seite bin ich aber tatsächlich auch stolz, dass ich wirklich an diesen 2 Tagen nicht einmal irgendwie an meinem Laptop saß und gearbeitet habe oder da auch nur für meine Verhältnisse. Und genau, dann habe ich am Wochenende nochmal ein bisschen langsamer gemacht. Ich war da jetzt auch nicht wieder full on im Arbeitsmodus, aber ich war produktiv. Ich habe ein To-Do gemacht, was jetzt nicht unbedingt super wichtig ist, aber was mir das ein Gefühl der Selbstwirksamkeit gibt. Ich habe mal wieder meinen Notion überarbeitet. Vollkommen fair. Und das ist für mich so ein bisschen wie so ein digitales Puzzle. Und deswegen war das sehr gut. Und mittlerweile bin ich auch wieder gesund. Und wir hatten Freitagnachmittag, Abend war für mich so ein richtiges Wochenhighlight, da waren wir hier in Leipzig auf dem Tapetenwerk Fest. Das Tapetenwerk ist hier auch so eine Atelier, Studio, Kollektiv, Künstler, Büro… Sammlung?
Manu: Ja. Ich hätte jetzt auch kein Wort dafür. Es ist auf so einem alten Manufakturgelände, was es recht häufig hier gibt in Leipzig, also so…
Rachel: Wahrscheinlich in einem ehemaligen Tapetenwerk.
Manu: Ja, genau. Also, und das sind halt wirklich einfach diese Fabrikgebäude, Manufakturgebäude halt umgebaut zu Ateliers in allen möglichen Größen und Verschachtelungen. Was auch schon allein das war schon irgendwie so cool, in diesen völlig unterschiedlichen Räumen zu sein. Und dann halt natürlich irgendwie die jeweiligen Kunstwerke halt von, auch mit 1 mega krassen Bandbreite. Ja. Also was es da alles gab.
Rachel: Genau, dazu gab es Musik und Getränke und…
Manu: Auf dem Hof und, ja genau.
Rachel: Genau, Also es war echt schön. Es hat mich auch dann auch nochmal irgendwie so ein bisschen inspiriert oder nochmal daran erinnert, dass es schon irgendwann mal ein Ziel ist, so einen eigenen Raum vielleicht zu haben und zu gestalten.
Manu: In so einem Kollektiv?
Rachel: Ja, wo genau das dann ist, aber was quasi groß genug ist, also dass es nicht nur einfach ein Büro ist, sondern dass es auch irgendwie den Freiraum hat im wörtlichsten Sinne, wo man dann eben mal Workshops machen kann, aber eben auch mal eine kleine Ausstellung, Vorträge, Dinner, Abendessen organisieren oder so. Das ist Werkstattmäßig. Das habe ich gemerkt, das hätte ich schon Bock, das irgendwann mal zu haben. Und welchen Rahmen das ist, muss man dann mal gucken und wo sowieso. Aber jetzt genieße ich erstmal meinen Arbeitsplatz sowieso, mein Homeoffice. Aber es war total schön, das zu sehen und daraus zu kommen. Und genau, das war so ein bisschen das Highlight.
Manu: Für mich auch, ja.
Rachel: Nach dem Kranksein einfach auch so ein bisschen. Ja. Ja, das war so die Wochenübersicht. Mhm. Was, wo, wohin willst du jetzt gehen?
Manu: Genau, und deswegen habe ich dich vorhin auch so abgewürgt jetzt bei dem Thema. Ich würde gerne darüber reden, wie man eigentlich wieder Spaß an der eigenen Kreativität entwickelt. Das fände ich gut. Ja, weil das ist echt etwas, was mich schon seit 2, 3 Wochen, 4 Wochen echt beschäftigt und viel begleitet, dieses Thema. Halt auch so in Form von, ich will wieder Musik machen, aber ich merke auch, ich bin total blockiert darin, meinen eigenen Ausdruck zu finden, meine eigene Musik zu machen. Also es klingt immer so, also ich unterscheide das halt so ein bisschen, Auftragsarbeit und meine eigenen Sachen. Und ich merke, auch da bin ich irgendwie so verkopft immer noch und so sehr in Ansprüchen gefangen, die, von denen ich gar nicht genau weiß, ob sie von mir sind oder ob es einfach irgendwie durch viele Zusammenarbeiten entstanden ist irgendwann. Also ich glaube nicht, dass mir die irgendjemand gegeben hat, aber ich bin halt so, ich antizipiere das so schnell, Dass ich mir echt angewöhnt habe, meine Sachen, die ich mache, die ganze Zeit zu hinterfragen, während ich schon daran arbeite und es so abzuklopfen auf eine potenzielle Zielgruppe.Und es ist mega schwer, das loszuwerden. Das habe ich einmal und dann jetzt eben auch dieses Erlebnis jetzt auch damit einhergehend und eigentlich ist es auch logisch, dass es den Prozess dann auch losgetreten hat, weil ich meine, mein Content ist ja auch irgendwo ein Ausdruck meiner selbst und meines Schaffens und geht ja über reines Marketing hinaus, weil ich da ja auch eigenen Spaß habe an der Kreativität, die ich da ausleben kann. Aber auch da habe ich irgendwie so gemerkt, ich bin da das letzte halbe Jahr einfach voll reingerutscht in dieses ja, das ist halt einfach jetzt ein Marketing-Tool und ich musste halt jetzt einfach Content immer hinterher liefern und es wurde dann auch so ein Arbeitsding, so ein To-Do irgendwie auf meiner Liste und deswegen hatte ich die letzten Wochen da auch echt Oder die letzten Monate immer weniger Spaß, aber nicht bewusst. Oder hab’s jetzt einfach die letzten Wochen eingestellt, weil ich gemerkt hab, ich mach da gerade was, was mich überhaupt nicht glücklich macht. So. Und das merken die Leute ja auch.
Rachel: Mhm.
Manu: Also ich hatte ja dann auch deutlich weniger Resonanzen auf vieles, was ich gemacht habe. Genau, long story short, das ist tatsächlich für mich gerade, und das habe ich jetzt die letzten Tage und nachdem wir uns letzte Woche zusammengesetzt haben, echt nochmal gemerkt, das ist für mich gerade wirklich ein zentrales Thema. Also wie die Freude an der Kreativität in meiner Arbeit zu finden. Und da hast du mir total geholfen. Also das auch nochmal genauer zu fassen, eben durch diesen Moment, wo wir uns da letzte Woche hingesetzt haben, oder beziehungsweise ich dann da einfach in der Tür stand, du warst noch krank.
Rachel: Ich lag im Bett.
Manu: Du lagst im Bett, ich kam dazu und ich war in dem Moment voll froh, endlich einen Contentplan erarbeitet zu haben, aber im Sinne von, und das war mir in dem Moment nicht klar, puh, abgehakt. Gott sei Dank habe ich das jetzt abgehakt, dann kann ich jetzt einfach wieder mit dem produzieren, stumpfen produzieren anfangen und das durchziehen. So und dann stand ich da in der Tür, hab dir das kurz gesagt und dann hat das ein Gespräch losgetreten.
Rachel: Du wolltest ja eigentlich einfach nur wissen, wann du damit anfangen sollst, was meine Einschätzung ist. Mitte Mai oder Anfang Juni. Wann sollst du loslegen. Genau.
Manu: Und das war allein schon für dich so ein Indiz, dass da irgendwas nicht so wirklich stimmt.
Rachel: Ja, vor allem für mich war das dann so schwer, weil ich wusste ja schon, dass du dich da jetzt irgendwie ein, 2 Tage mit auseinandergesetzt hast und da Zeit reingesteckt hast und ich dir halt dann nicht einfach nur sagen wollte, So ist es nicht die Frage wann, sondern ob du das überhaupt machst. Und das war in dem Moment auch einfach ganz interessant. Ich hab dann versucht, dir da einfach noch ein paar Fragen zu stellen, weil ich es auch nicht ganz greifen konnte, so was du damit jetzt eigentlich willst. Ja. Also ich glaube, ich wollte wirklich von dir hören, so dieses Commitment, ja, das ist einfach nur stumpf und mir ist bewusst, dass mir das keinen Spaß machen wird, aber ich hab das Gefühl, das muss halt jetzt so sein. Ich wollte das aus dir rausholen, dass du diese Erkenntnis hast.
Manu: Und ich hab mich total angegriffen gefühlt in dem Moment.
Rachel: Ja, klar.
Manu: Ich war irgendwie so, fuck, jetzt hab ich da 2 Tage einfach reingesteckt und das ist jetzt scheinbar nix wert. So, das war ja mein erstes Gefühl. Und da ist diese ganze Verzweiflung in mir hochgekommen. Einfach auch so diese Verzweiflung von, fuck, ich muss jetzt hier einfach Sachen durchziehen, die mir eigentlich keinen Spaß machen. Und ich muss das jetzt machen.
Rachel: Und ich finde, dein kurzer Einschub, es gibt ja in der Selbstständigkeit immer Sachen, die man machen muss, auf die man keinen Bock hat.
Manu: Ja, natürlich.
Rachel: Aber weil sie halt wirklich gemacht werden müssen. So keine Ahnung Buchhaltung, Steuererklärung, DSGVO, eine Webseite, etc. Aber so dieses, deswegen ist man, und wenn man, Man hat sich ja selbstständig gemacht, selbst zu entscheiden in einem gewissen Maße, was man jetzt irgendwie… und wenn man sich dann selber so eine Kackaufgaben drauf schafft, die es nicht braucht, Das ist dann einfach das, was so richtig weh tut. Wo man dann auch so selber, wo man sich selbst einfach so Sand ins Getriebe haut.
Manu: Genau.
Rachel: Und das hast du letzte Woche echt gemacht.
Manu: Das habe ich letzte Woche echt gemacht. Und dann haben wir uns für den nächsten Tag verabredet, nee, für den übernächsten Tag verabredet. Dazwischen war ja noch Feiertag, 1. Mai.
Rachel: Ja, und ich war noch krank.
Manu: Und du warst noch krank. Genau.
Rachel: Ich bin so selten krank, das ist im Endeffekt. Aber wenn, muss es im Podcast ausgeschlachtet werden.
Manu: Und dann haben wir uns am Freitag zusammengesetzt und haben wirklich meinen ganzen Contentplan einmal from the scratch gemacht. Und das war richtig gut. Und ich habe währenddessen gemerkt, ich weiß auch noch, Also ein schöner Schlüsselmoment war auch das, wo ich dir so ein bisschen erzählt habe, was ich alles im Kopf habe und wie ich mir das vorgestellt habe und wo ich dann auch gesagt habe, so ja und dann habe ich diese Short-Formate für Instagram und TikTok und dann aber davon getrennt noch für LinkedIn, weil das muss ja…
Rachel: …einen anderen Ton haben und so. Was hast du gesagt? Nö. Oder?
Manu: Nee, das ist Quatsch.
Rachel: Nimmst du mir nicht böse, aber das ist Quatsch. Dann lass es lieber. Wenn du da einen anderen Ton anschlägst und dich verstellen musst, dann lass es lieber.
Manu: Und das fand ich so gut, das war für mich wirklich dann so ein Befreiungsschlag, wo ich gemerkt habe, ja, ich hab, das ist eigentlich genau der Punkt, ich hab keinen Bock mehr auf Social Media, mich irgendwie verstellen, mich zu verkaufen und andererseits aber die ganze Zeit Scheu davor haben zu müssen, irgendwie zu sagen, hey, das ist meine Arbeit, über die ich hier rede und ich möchte auch Werbung für meine Arbeit machen hier und zwar in dem Ton, den ich benutze. Mit der Authentizität, die ich mitbringe. Und das war mir ein volles AHA-Erlebnis. Eben auch dann, aber gleichzeitig auch Für alles andere. Für meine Kunst auch und so. Und Heute hab ich Dann hab ich den Contentplan mit dir entwickelt. Und dann war ich aber so Huiuiui. Das ist schon eine Menge. Und hab mir halt vorgenommen, dass ich heute, Montag, die Videos aufnehme und morgen am Dienstag schneide.
Rachel: Ja vor allem, die Ausgangssituation bei dir war ja auch so ein bisschen, das Problem war, dass dich es gestört hat oder unter Druck gesetzt hat, dass wenn du So wie früher in deinen Produktionsabläufen diese Tage- oder nur Wochenweise zu produzieren, so, okay, ich muss jetzt die Woche auf jeden Fall den einen Tag noch für Content planen. Und die Produktion, also dein Production Value, das war ja so super aufwendig und du hast viel gemacht und eigentlich viel zu viel für das, was die Plattform oder die Zielgruppe tatsächlich auch hören will oder im ersten Blick auf den Formaten interessiert. Das heißt, wir haben uns dann erstmal darauf geeinigt, oder du hast dann für dich gesagt, nee, dann probieren wir es jetzt wirklich mal monatsweise zu planen. Also einen Redaktionsplan für den ganzen Monat. Den einfach schon mal mit fixen Contentideen zu füllen, mit Beiträgen, die dann auch, keine Ahnung, 2, dreimal die Woche kommen. Und das wird eben innerhalb von 2, 3 Tagen gescriptet, produziert und geschnitten. Und dann hast du quasi schon mal den ganzen Monat safe und alles, was dann noch on top kommt, ist halt dann on top, aber du hast halt nicht diesen Leerlauf. Das kurz zur Einordnung, dass du jetzt quasi für den ganzen Monat das vorbereitet. Das kommt jetzt auch so ein bisschen wieder auf die Frage, von wegen mache ich das jetzt am 12. Oder erst im Juni muss ich jetzt warten, bis immer ein Monatsanfang kommt, oder ne, einfach habe ich dich dann damit überfordert und gesagt, dann fängst du einfach morgen damit an.
Manu: Ja. So, und der große Vorteil, dass du das gesagt hast, war, dass ich es dann einfach gemacht habe und tatsächlich habe ich heute gemerkt, statt 2 Tage dafür zu brauchen, habe ich jetzt einfach heute 6 Stunden dafür gebraucht und bin fertig. Also Mir fehlen noch 3 Videos, aber da war klar, dass ich die erst im Laufe des Monats machen kann. Aber ansonsten bin ich durch. Mega geiles Gefühl. Danke nochmal. Ja, wirklich. Also weil mir ist das heute auch dadurch, dass ich eben mich jetzt so selbst darin ernst genommen habe, einfach ich selbst zu sein vor der Kamera, ging das so schnell.
Manu: Also ich wusste genau, was ich vor der Kamera sagen muss. Das ist bestimmt inhaltlich nicht perfekt. Da sind auch bestimmt zum Teil auch echt nicht gute Hooks dabei. Und das ist definitiv auch bestimmt nicht unbedingt Material, viral zu gehen. Aber da hast du ja auch was Gutes gesagt gestern dazu. Aber es ist egal, weil es ist total authentisch. Und da habe ich gemerkt, ja, da will ich wieder hin. Das fühlt sich einfach gut an. Und dann geht das auch schnell, weil man einfach nicht so viel darüber nachdenken muss.
Rachel: Ja, und ich habe auch letztens, das war selbst ein Content-Piece, ich glaub, es war ein Read oder so, dass ich gesehen hab, dass es mich einfach noch mal so gut auf den Punkt gebracht hat in der Formulierung, was ich dir dann auch gesagt hab und was für dich heute beim Aufnehmen einfach dann was für dich so greifbar war, dass so Content, der sich eigentlich anfühlt wie ein FaceTime-Anruf von einem guten Freund, Freundin oder letztendlich in so einem Sprachnachricht-Feeling ist. Dass halt das ist, was gerade, wenn man jetzt auf Trends geht, gerade einfach was gut funktioniert auf den Plattformen. Aber was auch eben genau auf das einzieht, so dieses, es geht Menschen, es geht Gefühle, es geht diese direkte irgendwie in Verbindung gehen können und das ist halt, ja, geht am einfachsten, wenn man authentisch ist. Und Spaß daran hat. Und genau, wenn man selber merkt, dass du auch Spaß daran hast. Und das ist, war dann glaube ich heute so die erste Frage dann auch, oder, die ich hatte, ob du Spaß dran hattest. Ja. Ja, super.
Manu: Ja, hatte ich total. Mega. Also, ja.
Rachel: Schön.
Manu: Ich bin richtig motiviert jetzt auch. Und das Gleiche habe ich ja auch bei meiner Kunst jetzt gemacht, einfach wieder Spaß daran zu entwickeln. Also, ich habe jetzt einfach angefangen, dass ich jeden Tag so eine ganz kurze Fingerübung mache. Dass ich einfach nur eine kurze Skizze mache, Musik, Sound, whatever, Melodie. Und das vor allem mache, erstens ohne Anspruch, also ohne Ziel, dass das irgendwie, dass ich das irgendwie jemals für irgendwas verwenden muss. Und zweitens aber auch, dass ich da auch keine, keine zeitliche Vorgabe habe. Weil das ist ja auch oft ein Problem. Das merke ich, dass ich ja zum Beispiel, wenn ich mir wieder vornehme, ich möchte meine Instrumente wieder mehr üben, da bin ich immer gleich so, ja, und da musst du aber jeden Tag dann auch eine Stunde. Und erstens geht das meistens nicht, allein wegen Arbeit und irgendwie Tagesablauf. Und zweitens auch ist es etwas, was einen voll demotiviert, weil dann geht es nicht mehr darum Spaß daran zu haben, sondern dann geht es darum, die Stunde voll zu machen. Und das merke ich auch, das ist bei mir echt ein ganz wichtiger Punkt, wenn es meine Kreativität geht, dass ich da aufhören muss, in Zeit zu denken. Also auch wenn ich, keine Ahnung, Texte schreibe, da auch nicht irgendwie, so Jetzt musst du 2 Stunden lang texten. Nee, nee, gar nicht. Das ist nicht, also Kreativität ist nicht in Zeit zu bemessen. Und das ist wirklich, das muss man, das merke ich für mich, das ist ein ganz großer Punkt, den ich gehen lassen muss, wieder Spaß an meiner Kreativität zu haben. So dieses Zeitraster oder die Bewertung in Zeit.
Rachel: Ja, beziehungsweise, was ich aber noch ergänzen würde, ist schon, dahingehend in Zeit zu denken, als dass man sich die Zeit dafür nimmt. Also dass man halt sagt, man muss jetzt nicht die Stunde voll machen, aber man muss einen Impuls setzen, einen Raum setzen, wo man sagt, da hätte ich im Prinzip Zeit, wenn der Impuls kommt. Ich setze mir eigentlich nur eine viertel Stunde und es wird dann aber eine Stunde, weil es einfach gerade gut funktioniert. Dann ist es gut. Vielleicht ist das ja auch so ein bisschen für Hirne auf dem neurodivergenten Spektrum. So dieses, es muss auf jeden Fall Raum erstmal für den Impuls geben. Da gibt es auch viel immer dieses, fang einfach mal an für 2 Minuten und wenn dann, wenn die Lust dann da ist, dann mach weiter und wenn nicht, dann nicht.
Manu: Genau. Du hast absolut recht. Natürlich nehme ich mir Zeit dafür, im Sinne von ich habe da ein Zeitfenster, das dem zur Verfügung stehen würde, dass ich das auch lang mache.
Rachel: Aber ich muss nicht … Der Erfolg, die Erfolgsmatrix, die Erfolsgmetrik ist nicht Zeit, sondern Inhalt. Genau. Oder Spaß.
Manu: Ja. Und das ist sehr gut. Das tut mir gut und ich merke, dass ich immer mehr Impulse habe wieder. Zum anderen ist es auch so, dass Ich merke, je mehr ich mich wieder einfach ziellos mit Kreativität beschäftige, desto mehr Lust habe ich auch wieder, mich fortzubilden, mich weiterzubilden. Desto mehr habe ich auch kreative Impulse, weil das Coole ist ja, was ich damit auch mache mit diesen Fingerübungen. Ich baue mir ja auch so eine Library auf, selber, die ich jetzt jederzeit immer durchgehen kann. Und dann höre ich mir Sachen, die ich vor 2 Wochen, 3 Wochen gemacht habe, nochmal durch und merke so, oh, da mache ich jetzt was draus. Da mache ich jetzt einen Song draus oder so. Ja. Und irgendwie steht der Mai, glaube ich, jetzt für mich echt im Zeichen dessen, einfach wirklich Spaß an Kreativität zurückzugewinnen. Noch viel, viel mehr. Und ich merke auch, es ist natürlich auch schwer, die Scheren im Kopf und die Ansprüche im Kopf gehen zu lassen. Das ist nicht so einfach und es geht auch nicht von heute auf morgen. Das ist auch so ein Punkt. Aber ist auch okay. Da wollte ich heute mal kurz drüber reden. Weil ich glaube, das ist auch etwas, was man oft vergisst, wenn man im Kreativsektor Dienstleistungen anbietet, dass man da irgendwann manchmal in so ein Fahrwasser kommt, wo man vergisst, wie es ist, einfach nur kreativ zu sein, ohne etwas erfüllen zu müssen.
Rachel: Ohne Anspruch.
Manu: Genau, ohne Anspruch. Und das ist schon auch wichtig, zumindest als Ausgleich zur Dienstleistung. Ja.
Rachel: Yes. Schön.
Manu: Cool. Und du bist wieder gesund. Das ist doch schön.
Rachel: Ja, ich bin wieder gesund.
Manu: Du warst krank, aber du bist jetzt wieder gesund.
Rachel: Ich bin soweit wieder fit. Zumindest bis dann der Heuschnupfen kickt, aber auch da werde ich mich dann nochmal… Stimmt, das kommt ja jetzt auch.
Manu: Das merk ich aber auch schon krass jetzt. Ja. Die Saison ist eröffnet.
Rachel: Ja. Gut. Dann Hast du das Mittagstief überwunden? Oder machst du gleich ein kleines Schläfchen?
Manu: Ich weiß noch nicht. Oder einen Schokokuchen holen.
Rachel: Ich hab so Bock auf einen Schokokuchen irgendwie. Weil ich vorhin gesagt habe, dass ich Lust habe auf einen Pfannkuchen mit Erdbeermarmelade. Ja, und dann habe ich gemerkt, ich habe voll Bock auf Schokokuchen. Vielleicht gehen wir spazieren. Ja, können wir machen.
Manu: Wetter ist gerade schön.
Rachel: Nur wenn ich… Mein Gott.
Manu: Du bist doch wieder gesund jetzt.
Rachel: Gut, also das war unsere Gut, also das war unsere erste Folge im Mai. Schön, dass ihr uns zuhört. Danke fürs Zuhören. Was wir natürlich jetzt noch nicht erzählt haben, wir haben tatsächlich ganz kurzer Einschub noch zum Ende. Wir haben uns Ende letzter Woche tatsächlich auch hingesetzt, unser kleines Miniprojekt, sich jetzt mal wieder eingehen, damit den Podcast zu befassen und was wir hier eigentlich noch mit machen wollen. Haben wir einen kleinen Kick-off gestartet. Das war auch gut. Ich glaube, da kam auch die Motivation her, danach dann den Content für dich anzugehen. Turns out, Wir haben gerade eigentlich ja keine Zeit dafür.
Manu: Ja, es ist gerade schwierig, das als Priorität zu sehen.
Rachel: Weil es gerade einfach viele andere Prioritäten gibt, obwohl es eigentlich keine Mehrzahl von Prioritäten gibt, aber…
Manu: Jaja, gut.
Rachel: Ihr wisst, wie es läuft. Wir hören uns nächste Woche wieder. Ja. Bleibt gesund.
Manu: Ja, du auch übrigens. Ja.
Rachel: Ich weiß gar nicht, warum ich jetzt so husten muss.
Manu: Allergie. Es ist Allergie.
Rachel: Vom vielen Lachen. Das habe ich abends auch manchmal, wenn ich zu viel lache. Dann lasse ich ganz viel husten. Okay, vorbei mit dem Spaß.
Manu: Ja, jetzt gehen wir raus.
Rachel: Ja. Tschüss. Tschüss!