Manu: Oh mein Gott.
Rachel:
Es ist voll gut. Ja? Ich bin ein bisschen voreingenommen, aber ich find’s voll gut
Manu: Ein bisschen voreingenommen.
Rachel: Aber es ist halt echt Im ersten Moment war ich so, hä, das klingt ja ganz anders. Also mein Hirn hat, obwohl wir gerade darüber geredet haben, hat es noch nicht ganz verarbeitet, dass da jetzt tatsächlich ein bisschen was anderes kommt.
Manu: Ja, Wir haben unser Intro überarbeitet.
Rachel: Habt ihr es gehört?
Manu: Herzlich willkommen im neuen alten Podcast.
Rachel: Ja, wir haben die kleine Sommerpause, die keine richtige Pause war, genutzt.
Manu: Nein, gar nicht. Es war eigentlich überhaupt keine Pause.
Rachel: Also Pause im klassischen Sinne war es nicht. Und haben hinter den Kulissen ein bisschen am Podcast gerödelt. Genau, das Ergebnis habt ihr jetzt zum einen gesehen und ihr habt das vielleicht auch schon, nein, ihr habt es gehört, ihr habt es gehört und ihr habt es vielleicht auch schon gesehen, ich habe mich selbst vorweggenommen. Wir haben auch ein neues Cover. Ja. Cover Design. Ja. Wir dachten uns jetzt nach über 70 Folgen können wir mal Gesicht zeigen.
Manu: Es wird Zeit.
Rachel: Können wir uns mal mit neuem Selbstvertrauen hinstellen und…
Manu: Vor die Kamera setzen in dem
Rachel: Genau. Und dann haben wir wieder Fotos von uns beiden. Die gibt es ja nicht so viele. Das war auch ganz schön. Genau. Das zum einen und, das hat nicht auf mit den Neuerungen, wir haben eine Webseite.
Manu: Wir haben eine Webseite. Du hast eine Webseite gemacht. Danke nochmal.
Rachel: Kannst du da dann gleich so ein… Kannst du noch so ein… Kannst du noch was einfügen?
Manu: Ja, kann ich machen.
Rachel: Machst du? Tada!
Manu: Jetzt auch nochmal?
Rachel: Auch nochmal, ja. Ah, okay. Wir haben eine Webseite. Tada! Okay. Danke dir. Die verlinken wir euch in den Shownotes, aber ihr könnt also www.jourfixfuer2.de. Nice. Ja, wir haben jetzt ein kleines Internet zu Hause für den Podcast geschaffen.
Manu: Genau, wir haben Internet zu Hause. Wir haben jetzt auch eine E-Mail-Adresse, an die man uns schreiben kann.
Rachel: podcast@jourfixfuer2.de
Manu: Genau, Und so hinter den Kulissen, wir sind tatsächlich auch gewechselt. Wir sind jetzt bei einem anderen Hoster. Ein bisschen hat es auch einen moralischen Grund, dass wir von unserem alten Hoster weg sind.
Rachel: Ja, wir werden das gerne, jetzt musst du es auch erzählen.
Manu: Ja, weil wir vorher bei Spotify für Podcasters waren und gemerkt haben, da wollen wir nicht mehr sein. Also wir sind als Konsumenten, als Musikkonsumenten auch von Spotify weg und jetzt auch als Podcaster.
Rachel: Genau und ich bin, ich bin sehr gespannt. Auf der Website wird noch ein bisschen was passieren. Das ist jetzt einfach nur eine Übersicht. Was ist das alles hier? Wo kann man uns hören? Und genau, da wird es aber noch mehr geben. Und deswegen liebe ich ja Webseiten. Ich bastel ja gerade auch immer wieder rum. Mal wieder. Und es sind etwa immer diese Möglichkeiten, die dann da irgendwie noch dahinter stecken. So dieses einmal so einen Andockpunkt haben und von da aus dann irgendwie noch mehr machen können. Ja. Und genau, schaut euch da gerne Ja. Lasst uns ein Feedback da, entweder per Mail auf Instagram oder über Taube.
Manu: Brieftaube, auch mal gut. Wir haben jetzt hier einen Taubenschlag eingerichtet.
Rachel: Den haben wir auch? Nein, den haben wir nicht. Das kommt dann nächstes Jahr.
Manu: Der Jourfix für 2 Taubenschlag, fände ich aber gut. Schon wieder eine Merch-Idee.
Rachel: Ja, nachdem wir beim letzten Mal schon nach Folge 72 die gute Idee bekommen haben, dass wir aus dem guten Hering aus der letzten Folge ein kleines Merge draus machen.
Manu: Es wird vielleicht ein guter Hering Merch geben. Jetzt haben wir es gesagt. Jetzt müssen wir es auch machen.
Rachel: Nächstes Jahr dann.
Manu: Muss auch passen.
Rachel: Alle 70 Folgen mal was großes. Alle 70 Folgen.
Manu: Genau.
Rachel: Ja, aber wir sind wieder zurück.
Manu: Ja, wir sind wieder zurück.
Rachel: Es war komisch, jetzt irgendwie…
Manu: Nicht aufzunehmen, ja, fühlt sich ganz merkwürdig an. Es hat sich heute… Ich war auch ein bisschen aufgeregt jetzt, habe ich gemerkt.
Rachel: Ja. Ich bin aus der Übung. Wir haben ja 2 Folgen ausgesetzt, aber eigentlich haben wir jetzt ja 3 Wochen nicht aufgenommen.
Manu: Ja, das ist richtig.
Rachel: Dadurch, dass wir ja einfach diesen Vorlauf noch haben.
Manu: Ja.
Rachel: Und war irgendwie komisch, aber es ist auch so krass viel passiert. Ich weiß gar nicht, wann wir das auch hätten unterkriegen können.
Manu: Es fühlt sich auch nicht an wie 3 Wochen, sondern mehr wie 6 Wochen. Bin ich ehrlich. War echt irgendwie wilde Zeit jetzt.
Rachel: Ja. Aber weil auch mit, ich meine wir haben jetzt den zweiten September. Ich finde immer, Ende August ist dann so, wir packen jetzt mal den Sommer zusammen und dann damit man das irgendwie schön einschnüren kann und wegpacken kann, kommt dann irgendwie nochmal geballte Ladung.
Manu: Der Sommer wird eingetuppert jetzt.
Rachel: Genau. Wir tuppern jetzt den Sommer ein.
Manu: Und wird eingefroren und nächstes Jahr wieder aufgetaut.
Rachel: Oh, aber vielleicht haben wir noch ein paar schöne Tage. Ein Spätsommer wäre noch schön.
Manu: Ich bin wieder ganz aktiv am Wetter gucken.
Rachel: Ja, immerhin. Ich lasse mich immer überraschen. Beziehungsweise du sagst mir immer so, hey nee, wie sieht es aus in Leipzig?
Manu: Ja, also ich glaube Nächste Woche haben wir noch so ein bisschen Spätsommer-Vibes.
Rachel: Der Wetterfrosch.
Manu: Ja, genau. Service-Announcement.
Rachel: Ich fände es auch gut, wenn du so Bauernregeln einfach wieder einführst oder neue ausdenkst Für die moderne Arbeitswelt.
Manu: Okay. Ja, ich gehe mal in mich. Was sich da so versteckt.
Rachel: Und zwar im Bezug auf den Klimawandel.
Manu: Ja, sowieso. Absolut. Ich finde, da müssten Bauernregeln dahingehend auch mal überarbeitet werden.
Rachel: Ja, aber es dürfen ja dann nicht klassisch… Also wer von uns macht noch klassisch Landbetrieb? Landwirtschaft? Also keiner? Du nicht, ich nicht?
Manu: Ne, also, ne. Als ich das letzte Mal…
Rachel: Also von den Anwesenden Null. Wir haben noch nicht mal Kräuter auf dem Balkon.
Manu: Ich habe auch sehr, sehr schlechte Erfahrungen mit Besitzer von Basilikum zu sein. Wachsendem Basilikum. Habe ich, sage ich mal, traumatische Erfahrungen.
Rachel: Wachsender Basilikum. Ja. Im Vergleich zu getrocknetem.
Manu: Richtig.
Rachel: Gerebelt. Was ist gerebelt eigentlich?
Manu: Ähm. Ähm.
Rachel: Und wieso ist das nur Oregano? Hast du das Wort gerebelt schon mal in einem anderen Kontext als bei Oregano?
Manu: Ja, wenn ich Probleme gerebelt habe.
Rachel: Aber was ist denn Rebeln? Hat uns die Kräutermischung Industrie…
Manu: Das hat begonnen als Schreibfehler und dann haben die das knallhart durchgezogen, weil sie nicht zugeben wollten, dass sie einen Fehler gemacht haben. Die Kräuterindustrie ist wirklich nicht resilient, was eigene Fehler betrifft.
Rachel: Einfach nochmal ein anderes Wort reingehauen, was an der Stelle überhaupt keinen Sinn macht, aber danke dafür. Ich werde das recherchieren, ich schreibe es mir gleich auf und werde das auf Instagram nachreichen, was es mit dem Wort gerebelt auf sich hat. Wenn euch die Lösung interessiert, dann folgt uns da aber gerne rein
Manu: Smart. Smart.
Rachel: Ja, das ist Cross-Plattform-Content, machen wir hier.
Manu: Hast du gut gerebelt.
Rachel: Stop it. Okay, jetzt back to the basic. The seriousness of our business. Wie ist es dir?
Manu: Also, ehrlich gesagt, ich hatte eigentlich erwartet, so am Wochenende dachte ich mir so, oh! Jetzt ist eigentlich ganz gut. Ähm, Und ich merke gestern und heute, nein, ich leide immer noch unter den Spätfolgen der Gamescom. Ehrlich gesagt. Und zwar hat das jetzt Auswirkungen auf meinen Hirn, merke ich. Ich bin gestern und heute, Ich bin echt langsam unterwegs bei allem. Gestern hab ich’s noch darauf geschoben, dass ich megafrüh aufgewacht bin, aber irgendwie heute Na gut, heute kann ich’s aufs Wetter schieben, aber Naja, also, was ist basiert?
Rachel: Du warst auf der Gamescom.
Manu: Also, erst mal vor der Gamescom war ja auch noch eine Woche, wo wir keinen Podcast gemacht haben.
Rachel:
Du warst erst noch nicht auf der Gamescom.
Manu: Ich war erst noch nicht auf der Gamescom. Ich hab ultra viel gearbeitet. Also vor der Gamescom war wirklich noch mal Endspurt. Klar, natürlich, das hab ich im Vorfeld unterschätzt, aber es hat natürlich dann auch in dem Moment total Sinn ergeben, dass die ganzen Spiele natürlich fertig werden mussten. Oder Demos oder Vertical Slice oder whatever von den Spielen. Und da musst du natürlich noch
Rachel: An der Stelle, was ist kannst du kurz in 2 Sätzen erklären, was ein Vertical Slice ist?
Manu: Ein Vertical Slice ist praktisch noch weniger als eine Demo. Ein Vertical Slice ist wirklich einfach nur, dass man einmal das Spiel anspielen kann, die Grundmechaniken zu verstehen und vielleicht so 15 Minuten Gameplay hat. Okay. Das ist ein Vertical Slice, praktisch noch unter 1 Demo. Ähm genau. Äh, und das war sehr, sehr intensiv. Das war, glaub ich, bis jetzt so meine intensivste Arbeitswoche diesen Jahres. Also, da hab ich echt, ähm, puh, Holla, die Bolla, richtig rangeklotzt. Und dann ging’s schnurstracks und direkt auf die Gamescom. Also ich hab so einen halben Tag Pause gehabt davor, sag ich mal. Und dann ging’s auch schon los. Und dann bist du dazugekommen, du warst schon unterwegs?
Rachel: Genau, ich war, bin Mittwoch schon los, du bist Sonntag nach Köln gefahren. Ich hab dich quasi in Ruhe erstmal ein paar Tage alleine arbeiten lassen. Ich wollte mir das nicht angucken. Ich wollte da nicht dabei sein.
Manu: Nee, war auch besser so.
Rachel: Das hast du danach gesagt, dass du da echt irgendwie froh warst, dass du hier alleine…
Manu: Ja, ich bin in alte Muster zurückgefallen, was mich selber so ein bisschen erschrocken hat. Also so in alter Arbeitsmuster. Also ich hab so ein Arbeitstier-Button oder ein Arbeitstier-Schalter, wenn man den oben legt. Aber dann hab ich auch so ein, ich sag mal so, keine wirklich gute Laune.
Rachel: Ja, nee, dann war gut, dass da uns ein paar 100 Kilometer getrennt haben.
Manu: Und ich bin auch, wenn ich keine schlechte Laune habe in diesem Zustand, dann bin ich eigentlich wirklich nie ansprechbar, weil ich die ganze Zeit eigentlich konzeptionell im Kopf woanders bin. Und bin auch irgendwie nicht in der Lage für Kommunikation. Und deswegen, ich glaube, das war eigentlich ein ganz gutes Timing. Genau, du warst unterwegs.
Rachel: Genau, ich war unterwegs. Ich habe Freunde und Familie gesehen, getroffen. Und am, genau, Sonntag haben wir uns dann in Köln getroffen. Und das war so schön. Das ist jetzt der Einschub von meiner Stelle. Du kannst ja vielleicht dann gleich auch noch ein bisschen was dazu sagen. Und zwar hast du das Angebot bekommen oder wir ja dann die Einladung letztendlich ein paar Tage bei einem Podcast-Hörer unterzukommen. Ganz liebe Grüße. Hallo Stephan.
Manu: Ganz liebe Grüße.
Rachel: Ganz liebe Grüße, genau. Wir haben uns ja vor einigen, vielen Folgen mal erzählt, dass Stephan uns eine Mail geschrieben hat. Als gebürtiger Leipziger, der jetzt in Köln ist. Und ihr habt euch danach online ein paar mal, ein, 2 mal gesehen, getroffen. Und genau, dann kam das Angebot, dass für die Gamescom, wo die Unterkünfte in Köln ja immer schwierig sind, dass du dort unterkommst. Und für die eine Nacht oder einen Abend kam ich dann eben auch dazu. Ich bin ja am Montag dann schon weiter. Und wir hatten diesen ersten Abend dann gemeinsam mit Stephan und seiner Frau. Und das war so schön. Ich war so überwältigt davon, dass man sich gar nicht kennt. Also ich hatte ja wirklich, ich hatte diese Mail als Bezug, sonst hatte ich ja nicht viel Kontakt oder noch nicht viel Kontakt. Aber es war, also da hatte ich dann wieder diesen Moment, das ist so, manchmal echt so schön, wie das Internet die richtigen Leute zusammenbringen kann. Also das war wirklich, das war total überwältigend.
Manu: Das war wunderschön und das war unglaublich beseelend und ich möchte mich auch an der Stelle nochmal ganz herzlich bedanken.
Rachel: Und ich fand es dann echt total, ich fand es ein bisschen schade und traurig, dass ich dann am nächsten Tag schon früh wieder weiter bin. Und wir haben uns ja kurz eigentlich nur gesehen, weil du am Montag Geburtstag hattest und ich dachte, wenn ich schon in deinem gleichen Bundesland bin, dann kann ich für die eine Nacht treffen und dann wären wir Montag früh noch zusammen. Aber nee, Das war echt eine sehr schöne Überraschung. Ich dacht mir schon, dass es nett wird, aber dass es so ein schöner Abend wird und wir stundenlang miteinander geredet haben. Und quasi einen kleinen Private-Podcast hatten.
Manu: Ja, wirklich. Das war echt richtig schön. Und meine Zeit dort war auch sehr schön. Ich fand’s ein bisschen schade, dass mich dann die DevCom und die Gamescom Ich hätte nicht erwartet, dass es mich so dermaßen im Beschlag nimmt. Also, ich war wirklich Ich bin früh morgens los und spätabends nach Hause gekommen. Dadurch haben wir uns dann eigentlich nicht mehr gesehen in der Woche. Ähm Ich hoffe, vielleicht können wir das irgendwann noch mal nachholen. Aber hab ich schon kommuniziert, dass das schön wäre. Dann war ich auf der DevCom und der Gamescom. Und es war wie grade schon geforeshadowed. Es war es war cool. Es hat auch wirklich, es hat Spaß gemacht. Ähm Ich war sehr, sehr froh, dass ich nicht alleine dort war. Jetzt kommt der nächste Shoutout. Ich war mit Laurin dort. Laurin ist Sounddesigner und ist auch über unseren Podcast auf mich aufmerksam geworden oder auf uns, aber dann im Speziellen hat er ja mich angeschrieben.
Rachel: Über den Podcast?
Manu: Wusstest du gar nicht?
Rachel: Nein, ich dachte, der wäre einfach über TikTok bei dir gelandet.
Manu: Nee, also ich glaube, er ist über Podcast, Also zumindest über den Podcast-Content auf Instagram.
Rachel: Ah!
Manu: Genau. Und das war echt schön. Wir haben uns noch mal so richtig kennengelernt dann, über diese Woche, und sind irgendwie da total zusammengewachsen. Und es war echt irgendwie sehr gut, da nicht alleine zu sein. Das habe ich echt gemerkt. Also ich brauche für so Messen mit so sehr, sehr, sehr, sehr, sehr vielen Menschen und sehr, sehr, sehr viel Trubel. Ich brauche da so einen Bezugspunkt. Ich brauche da jemanden, der da mit dabei ist und dass man das irgendwie so ein bisschen im Tag-Team macht, weil wir ja beide irgendwie da auch im Bezug auf Akquise auch dort waren, vornehmlich, war das irgendwie cool, das dann auch nicht alleine zu machen. Genau. Und auf der anderen Seite haben wir dann auch irgendwie, da war auch keine Konkurrenz, sondern das war einfach so, ne, wir machen das so zusammen und wir haben jetzt hier eine gute Zeit.
Rachel: Ich glaube eben, weil ihr ja letztes Jahr, bevor wir aus München weg sind, und Laurin sitzt ja da auch in der Gegend, euch schon so gesehen und getroffen habt und gemerkt habt, okay, das funktioniert irgendwie ganz gut, ihr versteht euch, ihr seid auf 1 Wellenlänge.
Manu: Ja mega.
Rachel: Und jetzt so nach einem knappen Jahr einfach wieder überhaupt zusammenkommen und euch mal wieder persönlich sehen und so dieses, also dem auch eine Zeit geben und so eine intensive Zusammenzeit, Wo diese freundschaftliche Beziehung auch einfach noch mal wachsen kann. Ja, voll. Das ist ja eigentlich auch echt echt schön. Ja. Ich hatte ein ähnliches Erlebnis ja dann. Montag ging’s bei dir mit der Devcom los und ich, weil ich eben im Raum war, im Rheinlandraum, bin dann für einen halben Tag nach Düsseldorf gefahren und hab Jenny dort besucht. Die sich ja dann auch 2 Tage später mit dir auf der Gamescom getroffen hat.
Manu: Jenny, du hörst das bestimmt. Ich hab mich gestern total geschämt, dass ich dich nicht in meinem Gamescom-Rückblick erwähnt habe. Das war echt schön, dass wir uns da auch noch mal gesehen haben.
Rachel: Das hat mich megagefreut. Wollte ich noch mal loswerden. So ging’s mir eben an der Montag auch. Ich glaub, wir sind 5 Stunden zusammen durch Düsseldorf gelaufen. Sie hat mir so ihre Heimatstadt gezeigt. Und ich hatte das schon lange nicht mehr, dass ich wirklich so lange auch nicht irgendwie Handy, Social Media, also so irgendwie in diesen Gesprächen tief versunken war. Du hast dann, glaube ich, zwischendurch mal 2, dreimal geschrieben, ist alles okay, lebst du noch? Genau, aber das war, das war echt, aber das war dann so meine Konklusio 1 sehr intensiven Woche. Also ich glaube die 6 Tage, die ich unterwegs war, habe ich in 4 oder 5 verschiedenen Betten geschlafen. Das klingt jetzt so komisch, aber ich war viel unterwegs, habe sehr viele verschiedene Menschen besucht und viel geredet. Und genau, bin dann am Dienstag wieder zurück nach Leipzig gekommen. Aber ja, Also ich war auch fertig danach, aber total beseelt von den vielen tollen Begegnungen, die ich irgendwie hatte.
Manu: Schön.
Rachel: Und konnte dann aber gar nicht damit umgehen, dass ich dann 3 Tage alleine war, bis du dann wieder nach Hause gekommen bist. Das war dann so mein Thema, mein Problem. Aber Ja, das allein waren ja, mein Gott, nur 10 Tage, jetzt diese kleine Sommerpause.
Manu: Ja. Ja, absolut.
Rachel: Aber es war jetzt war intensiv, es war viel los. So.
Manu: Ja. So kann man’s definitiv beschreiben. Aber für mich war das dann auch Deswegen kann ich mir vorstellen, wie’s dir alleine hier ging. Weil für mich war das tatsächlich auch wiedererwarten, total krass, aus dieser Gamescom-Energie rauszukommen.
Rachel: Mhm.
Manu: Dann wieder hier zu sein und danach dann runter zu fahren. Das ging erstmal irgendwie gar nicht. Also ich war dann auch mit der Stille überfordert. Mit der Ruhe, der Stille irgendwie mal einfach nur dazusetzen. Das hat mich tierisch überfordert. Nach diesem die ganze Zeit halt irgendwie 14 Stunden am Tag, 16 Stunden am Tag einfach aktiv sein und mit Menschen reden und tausende Gespräche führen und so.
Rachel: Und eigentlich merken sie, der Körper braucht das jetzt total, diese Ruhe und runterkommen und decompressen. Aber der Kopf kommt noch gar nicht mit. Der ist irgendwie noch so voll mit Reizen und Eindrücken.
Manu: Und deswegen merke ich auch, also ich habe so das Gefühl, dass wahrscheinlich mein Kopf jetzt erst runterkommen würde. Jetzt muss ich halt wieder arbeiten.
Rachel: Ja, die letzte Woche war ja auch nicht komplett frei von Arbeit. Nee, gar nicht. Das war das, was wir uns irgendwie vorgenommen hatten. Was wir auch letzte Woche echt gemerkt haben, dass wir das besser planen müssen.
Manu: Ja, ich finde auch, wir sollten uns jetzt noch mal die Tage zusammensetzen und wirklich gucken, dass wir noch mal für September oder Oktober noch mal so ein Zeitfenster einplanen, wo wir das… Achso, nee, stimmt, geht ja gar nicht.
Rachel: Also, ich sehe das nicht. Ich glaube, Weihnachten wird mal wieder ein bisschen ruhiger.
Manu: Ach man ey.
Rachel: To be honest. Also was ich einfach gemerkt habe, so diese 3 Tage, die ich alleine war, nachdem ich die Woche unterwegs war. Und das ist ja, ob man jetzt im Urlaub war oder sofort viel unterwegs, wie wir das jetzt waren. Ähm Mh Ich hatte, Ich hatte, was ich vorher schon geplant und dann mit einberechnet hab, ist wirklich, okay, da hab ich ein paar Tage für mich hier alleine. Und in der Woche, wo du dann, also letzte Woche, wo du von der Gamescom zurück bist, dass man da wirklich weniger macht, ein bisschen Urlaub zu Hause, vielleicht sogar auch gar nicht arbeitet. Und also die Idee war schon da, oder das war der Plan ursprünglich. Aber ich saß dann hier und war so ähm so angespannt, weil ich mir dachte ich hab grad noch ich hab noch überhaupt gar keinen Plan oder keine Ahnung davon, wie ich dann überhaupt wieder reinkomme. Ins Arbeiten, in den Tagesrhythmus, in einen Also, ich hatte ja wirklich einen Tag, wo ich wie in so 1 Paralyse einfach nur am Tisch, am Schreibtisch saß dann auch nur. Und 1000 Sachen irgendwie angefangen hab. Ich muss ja jetzt schon was vorbereiten, damit ich dann weiß, nächste Woche, Mitte nächster Woche, womit ich dann weitermachen kann. Damit ich jetzt ohne schlechtes Gewissen sagen kann, okay mal 3, 4 Tage entspannen. Und da habe ich gemerkt, das muss ich oder möchte ich beim nächsten Mal, ob das jetzt eben wirklich nach einem Urlaub ist oder nach einem Unterwegssein, wie auch immer, Ich muss, dass die Wiedereingliederung in die Arbeit muss ich quasi schon vorwegnehmen und planen, die ersten paar Tage zumindest, was denn so to do ist, wieder reinzukommen, damit mein Hirn dann auch wirklich weiß, ich hab keinen Haken dran machen und weiß, wo ich wieder einsteige. Und nicht das Gefühl, ich muss irgendwie noch irgendwelche Fäden in meinem Kopf zusammenhalten, damit ich bestimmte Sachen nicht vergesse oder mir nicht runterfalle oder so. Und deshalb habe ich gemerkt, dass es mir das sehr schwer gemacht hat. Ich glaube auch, dass ich auch jetzt erst am Wochenende, wo ich ja wirklich das erste Mal Freitagmittag bis jetzt Montag früh meinen Arbeitslaptop auch nicht aufgemacht da überhaupt nur so ein bisschen runter gekommen bin. Aber ausgerechnet hat das natürlich noch nicht. Nee. So im Vergleich zum richtigen 2 Wochen Urlaub irgendwo mit Blick aufs Wasser. Das wäre der Traum fürs nächste Jahr.
Manu: Ja, gerne auch zweimal.
Rachel: Ja, gerne auch zweimal. Also das war so ein bisschen die Sommerpause. Da passiert das, beziehungsweise auch nicht passiert ist.
Manu: Da ist wahnsinnig viel passiert. Also ich glaube, das war ja auch der Grund, weswegen wir den Podcast pausiert haben. Ja, weil uns klar war, dass wir da einfach nicht die Kapazitäten für haben gerade. Ja. Wird nächstes Jahr wahrscheinlich auch wieder so sein. Also ich habe ich habe mich schon entschieden. Ich werde nächstes Jahr wieder fahren und jetzt tatsächlich jetzt so 10 Tage später Bin ich sogar tatsächlich wieder am Überlegen, ob ich mir auch wieder beides gebe. Es hängt aber auch ein bisschen damit zusammen, also nächstes Jahr wär’s natürlich cool irgendwie Also, ich war dieses Jahr tatsächlich schon mit einem Spiel dort vertreten. Oder beziehungsweise ein Spiel war dort vertreten, wo ich die Soundeffekte dafür gemacht hab. Nächstes Jahr wär’s natürlich cool, wirklich so als Teil von einem Team da zu sein. Mal gucken. Vielleicht ist das jetzt das Arbeitsziel für nächstes Jahr.
Rachel: Ja, sehr gut. Es ist einfach immer wieder … Ist das die Werbung im Moment für dich? Von wegen, Leute, wenn ihr nächstes Jahr auf der GamesCom seid mit eurem Spiel…
Manu: Nehmt mich mit.
Rachel: Nehmt ihn mit, er arbeitet auch dafür.
Manu: Genau.
Rachel: Aber du hattest gestern, du hast es ja vorhin auch noch angesprochen, dass du einen kleinen Recap gestern noch veröffentlicht und gepostet hast. Ja. Willst du darüber sprechen, dass sich das gestern so ein bisschen abgefuckt hat?
Manu: Ja. Also, was ich halt gemerkt habe, ich bin mit der Absicht hingefahren auch zur Gamescom, dass ich mir dachte, ich fahre da jetzt nicht nur als Freelance-Sounddesigner und Musiker hin, sondern ich fahre da auch als Content-Creator hin und mache irgendwie schick Content. Und wie es meine Art ist, habe ich mir davor natürlich überhaupt keine Gedanken gemacht, wie das alles aussehen soll, was für Videos ich machen möchte und so weiter und so fort. Das war natürlich auch dem Umstand geschuldet und das kann ich jetzt heute ganz gut reflektieren, dass ich halt davor überhaupt keine Kapazitäten hatte, mich damit irgendwie auseinanderzusetzen. Weil ich, wie gesagt, einfach den ganzen Tag gearbeitet habe, durchgehend. Nichtsdestotrotz ist natürlich bei weitem nicht genug Content dabei rumgekommen, da jetzt das irgendwie cool auszuwerten und irgendwie mehrere coole Vlog-artige Geschichten zu machen oder so. Bei weitem nicht. Und das hat mich gestern echt ziemlich abgefuckt. Da war ich irgendwie…
Rachel: Echt frustriert, ne?
Manu: Ja.
Rachel: Ich glaub, das war gestern auch… …stinkig. Das war deine Stimmung. Da war, glaub ich, der Initiator für deine bescheidende Stimmung gestern.
Manu: Ja, voll. Und dann hab ich so einen Mischmatsch gemacht, dann hab ich das, was es an Aufnahmen gab, irgendwie verwertet in einem Talking-Head-Video, wo ich halt in die Kamera erzähle, wie das für mich war. Ähm Learning ist einfach nächstes Jahr und das ist dann mir auch wieder gekommen, weil ich natürlich auch viele andere Content Creator auf der Gamescom gesehen habe. Learning für nächstes Jahr ist es wirklich, irgendwie sich da als Gruppe zu organisieren, also mit wem auch immer man dann da nächstes Jahr ist. Und wirklich, dass man sich als Gruppe organisiert und sagt so, hey, wir versuchen da alle gemeinsam drauf zu achten, dass immer irgendwie eine Kamera, ein Handy irgendwie drauf ist Und dass man sich da gegenseitig hilft. Weil das irgendwie, während man da aus Jobgründen und aus Akquisegründen ist, dann parallel noch irgendwie dran zu denken, jetzt das auch noch als Content auszuwerten, das ist ohne Konzept nicht machbar. Also da braucht es davor ein Konzept und es braucht eine gewisse Aufgabenverteilung, glaube ich. Und das kann man auch nicht alleine regeln. Da muss man irgendwie als Team arbeiten. Ist meine Vermutung…
Rachel: Ich glaube, dass es da noch ein paar andere Nuancen gibt. Also es war zum einen ja nicht nur, dass du im Vorhinein etwas zu tun hattest, dass du dich keinen Plan machen konntest. Du warst ja noch nie da vorher.
Manu: Klar, natürlich, das ist natürlich auch noch ein Punkt.
Rachel: Das ist, glaube ich, so dieses… Da in so was reingeschmissen zu werden und erst mal bist du jemand, der… Einfach vorher schon gerne weiß, was auf ihn zukommt. Und dadurch, dass du jetzt in so 1 Extremsituation für dich in 1 gewissen Weise warst, dann überhaupt erstmal diese Menge an Reizen, also ich meine, es waren anderthalb 1000 Aussteller dort, auf ich glaube mit insgesamt 330.000 Besuchern oder so, es waren echt einfach erstmal viele Menschen und dann natürlich auch noch die ganzen technischen Reize. Die eigene Aufregung. Dann auch eben mit diesem Gefühl, okay, eigentlich in erster Linie bist du da, als ist das grad eine Business-Veranstaltung, wo es für dich eine Krise geht, Kontakt und Netzwerk aufzubauen, ist natürlich ein ganz anderer Fokus, als am Ende soll da ein Content-Piece entstehen. Absolut. Und ich glaub, für dich war es so wichtig, dass du in der ersten Woche nach der Gamescom echt mal Pause machst, da raus, da so ein bisschen diesen Abstand reinzukriegen. Auch wenn es dir total schwergefallen ist letzte Woche. Aber ich hab schon gemerkt, dass es da immer wieder in der vergangenen Woche bei dir so, eigentlich müsste ich jetzt Content machen, weil alle anderen jetzt grade so zeigen, was Und wo ich auch gestern meinte, jeder, der nicht auf der Gamescom war, hat jetzt schon genug Content dazu gesehen. Weil die Leute das teilweise schon live oder wenige Tage später dann noch posten. Und wichtig ist dann eben deine Perspektive dazu, nicht das x-te Bild vom gleichen Stand, sondern halt, dass dein Take irgendwie dazu war. Und ich glaube, das ist halt auch wieder das Thema Ansprüche, dass du vor 2 Wochen nicht in deiner Content-Creator-Rolle da warst, sondern als Freelance-Manu.
Manu: Ja, definitiv.
Rachel: Und das ist, glaube ich, vollkommen okay. Und dann dazu noch die große Hürde, Content in der Öffentlichkeit aufzunehmen. Ja. Das darf man, glaube ich, auch nicht unterschätzen, dass das auch eine Übungsgeschichte ist. Und selbst, wenn man da jetzt irgendwie mit einem Team oder mit 1 Gruppe dann nächstes Jahr ist, wenn auch davon sich keiner traut, in der Öffentlichkeit das aufzunehmen, dann Kommst du auch nur so und so weit?
Manu: Ich hab ja ein paar Sachen in der Öffentlichkeit aufgenommen, auch dort auf der Gamescom. Ich hab gemerkt, das ist für mich gar nicht wirklich das Problem. Das ist gar nicht so schlimm.
Rachel: Ah okay, dann das ist einfach nur meine Brille.
Manu: Es ist so ein bisschen… Sich selbst daran erinnern, dass man das macht. Das ist das Problem, dass man das im Hinterkopf hat von Ach, cool, hier passiert grade was Interessantes. Ich halt da drauf oder ich sag dazu was. Und das ist so Ich glaube, das muss so blöd, wie’s klingt, in so eine Art Muscle-Memory übergehen. Und das ist bei mir definitiv nicht so. Ich bin dann so, oh wow, Borderlands 4, ja krass. Und dann latsche ich da erst mal fünfmal den Stand rum. Und am Schluss denke ich mir, ja scheiße, da hätte ich jetzt auch ein Content Piece draus machen können.
Rachel: Ja, das quasi mit so einer Agenda lernen. Ja. Und das ist eben das, was du auch mit Vorbereitung meintest. Oder da mit einem Konzept irgendwie vorher mal.
Manu: Und dass man sich davor vielleicht auch überlegt, was sind so Contentpieces, die ich haben möchte. Mhm. Und dann arbeitet man die in Anführungsstrichen ab. Ja. Dass man sich dann wirklich Zeit dafür nimmt. Aber das war jetzt auch, du hast absolut recht, es ging ja jetzt auch darum, das erstmal kennenzulernen. Und ich meine, allein der erste Tag, da sind wir einfach, Wir sind wie so 2 aufgescheuchte Hühner erstmal irgendwie kreuz und quer über dieses Messegelände gelaufen. Und es waren nur so verdau, verdau, verdau und guck und guck und guck und verdau, verdau, verdau. Und du bist irgendwie gar nicht hinterher gekommen. Und ich weiß noch, wir sind irgendwie dreimal in dieselbe Area reingelatscht, weil uns jeglicher Orientierungssinn gefehlt hat. Und das sind halt so Sachen, das musst du halt einmal irgendwie glaube ich erlebt haben und dann, ich weiß schon, dass ich nächstes Jahr viel viel entspannter da rangehen werde. Also ich werde mir dann auch so die ganz großen Areas, die heb ich mir dann für Schluss auf. Die guck ich mir am Anfang gar nicht an, weil’s immer die Hölle los ist. Ja. Genau. Ja, Das dazu.
Rachel: Hast du deinen Frieden jetzt mit der Gamescom geschlossen?
Manu: Ich hab meinen Frieden mit der Gamescom geschlossen. Ich werde jetzt Ich hab so ein bisschen Hummeln im Arsch, dass ich jetzt irgendwie langsam mal die Kontakte anschreiben.
Rachel: Genau, das wär jetzt meine nächste Frage gewesen. Wie bereitest du das Ganze nach?
Manu: Ich habe eine Kartei angelegt mit Gedächtnisprotokoll von den Kontakten, die ich dort geknüpft habe und ich werde jetzt mal diese und nächste Woche anfangen, da mal wieder den Kontakt zu suchen und sagen, hey, haben wir uns auf der Gamescom unterhalten. Also ich denke mal dass gerade die Aussteller sind letzte Woche noch voll im Koma gewesen. Die wachen jetzt langsam im Laufe dieser Woche wahrscheinlich auf und dann wird man nächste Woche mal irgendwie da den Kontakt suchen. Genau, das ist so die Nachbereitung und ich werde jetzt wieder fleißig Content machen. Jetzt hab ich auch wieder ein bisschen Bock. Nach gestern hab ich auch wieder Bock. Das Tal ist durchschritten. Ich merk halt, ohne jetzt rumjammern zu wollen, Ich bin echt immer noch irgendwie fertig. Das merke ich schon. Da rutsche ich manchmal zwischenzeitlich in so eine kleine Selbstmitleidskiste, dass ich mir denke, wäre jetzt schon schön, irgendwo am Meer zu sitzen, mal 2 Wochen und nicht vor einem Bildschirm, aber naja. Und auf der anderen Seite, ich habe auch Bock zu arbeiten, das merke ich schon auch. Also ich habe Bock auf Arbeiten und ich habe auch Bock auf neue Projekte tatsächlich.
Rachel: Also an dieser Stelle, wenn ihr ein Projekt habt für den Manu, wenn ihr irgendwas mit Tönen, Sound, …
Manu: Audio
Rachel: …irgendwas, was man hören kann.
Manu: Genau, Ja. Oder irgendwas, was mal postproduziert werden muss oder so. Auch das.
Rachel: Das war auch so eine Erkenntnis, ne? Dass wir beide so krass dazu tendieren, wenn wir so Meilensteine im Kalender haben, dass wir unser Leben bis dahin planen und danach ist dann so, ach, es geht ja weiter. Ja. Die Welt läuft ja weiter. Ich finde, da war jetzt dann schon so, okay, wir haben dieses Gamescom und wir sind im August irgendwie beide unterwegs und dann haben wir Anfang September, also heute, noch den Relaunch oder das Rebranding vom Podcast, aber so dieses, ich werde mich jetzt dann nachher erstmal hinsetzen und sagen, okay, was passiert denn noch bis Jahresende?
Manu: Ja, ja, voll.
Rachel: Also das habe ich auch nochmal gemerkt, das ist so ein Scheuklappenmodus und ich guck bis hierhin, aber das Problem ist halt, geht ja noch weiter danach.
Manu: So ging’s mir letzte Woche. Jetzt hab ich gemerkt, Ich hab eigentlich mega viele Sachen jetzt noch zu tun. Es war schon erst mal so, dass ich letzte Woche auch mir dachte, oh fuck, was passiert jetzt eigentlich?
Rachel: Ja, ich, ähm…
Manu: Ich weiß genau, was kommt.
Rachel: Jaja.
Manu: Ich hab gerade auch versucht mit Blicken rauszufinden. Willst du drüber reden oder willst du nicht drüber reden?
Rachel: Ja, doch, wir machen das, weil ich hab das so geplant, deswegen ziehen wir das jetzt durch.
Manu: Okay, du committest dich jetzt.
Rachel: Ja, wir müssen reden. Also nicht du und ich, Manu. Wir haben ja schon… Also ich muss euch was erzählen Und damit meine ich dich da draußen am Endgerät deiner Wahl. Ja. Das ist ein Thema, das ich jetzt seit einem guten Monat mit mir rumschleppe. Das für mich emotional sehr aufgeladen ist, weil da ganz viele Ebenen drunter stecken. Das ist so eine kleine Gefühlszwiebel, das Thema. Und ich schon auch sagen muss, gerade in der letzten Woche, wo ich mich mit der Website auseinandergesetzt hab und mit dem Podcast und dass da jetzt irgendwie ähm dann natürlich auch hier drüber gesprochen werden muss. Baue ich das schon so dramatisch auf, ne? Ähm Ich bin an dem Punkt, an dem ich mir einen Teilzeitjob suche. Ich werde oder ich hab Ende Juli die Entscheidung getroffen, dass ich zumindest für ein paar Tage die Woche wieder in Anstellung gehen werde. Mittlerweile glaube ich, dass auch der Podcast dazu beigetragen hat, dass diese Entscheidung sich so ein bisschen nach Versagen anfühlt. Nach Hochstapler und möchte gern. So nach dem Motto, ich habe irgendwie mit dir einen Podcast über Selbstständigkeit und sag jetzt, das mach ich aber jetzt gar nicht mehr nur noch oder ich bin jetzt nicht mehr vollzeit selbstständig. Also man meint ja schon, ich geh ja jetzt erst den Weg und mach mich auf die Suche. Weg und nach guter Sicht auf die Suche. Aber das ist schon eine Überwindung für mich, das so öffentlich zu machen, auch weil es jetzt hier wieder mein Thema mit meinen Ansprüchen geht. Ich glaube, weil ich am Anfang meiner Selbstständigkeit immer gesagt habe, ja, mein Gott, das Schlimmste, was passiert, ist halt, dass ich mir wieder einen Job suche. Und jetzt passiert das Schlimmste, was passiert. Und ich merke, dass das viel mit mir macht. Und ich glaube, in den nächsten Folgen werde ich da auch bestimmt noch mal tiefer drauf eingehen. Ähm… Also genau, nur so viel dazu an dieser Stelle. Ähm… Werd da vielleicht auch noch mal die Beweggründe… beziehungsweise das kann ich ja jetzt auch schon anschneiden. Ich habe gemerkt in den letzten paar Monaten, dass mir der Druck dieser Selbstständigkeit im Bezug auf Existenzsicherung, dass es auf vielen Ebenen nicht mehr gesund für mich ist. Darf ich da ganz kurz
Manu: Darf ich da ganz kurz einhaken?
Rachel: Ja, bitte, Du bist ja nah dran.
Manu: Unter anderem war das auch deswegen, weil du ja auch gemerkt hast, dass das, was du da machst, und du hast ja da mit der Krise begonnen, das hast du ja hier auch gesagt, und dann hast du relativ schnell festgestellt, die Planungszeiten deiner potenziellen Kunden sind deutlich länger als erwartet. Das heißt, dass dann irgendwie Workshops halt angefragt werden für in einem Jahr oder noch länger. Und das hat, glaube ich, nochmal so den finalen Schubser gegeben, dass du gemerkt hast, boah jetzt kicken die Existenzängste.
Rachel: Ja, also ich habe ja so kleinere Aufträge oder noch aus meiner Bauchladen-Selbstständigkeit Zeit, die sage ich jetzt bei mich über Wasser halten, Moment. Und ich könnte das vermutlich auch irgendwie noch mit anderen Bauchladenaktivitäten überbrücken. Weil letztendlich ist es genau so, wie du sagst. Ich habe in den letzten Monaten so ein bisschen in einem Paradoxon gelebt, dass ich auf der einen Seite inhaltlich mit meiner Selbstständigkeit noch nie so optimistisch war, dass das funktioniert und auch das Feedback bekommen habe, dass das Interesse da ist und jetzt eben mit System und Struktur und dass das eigentlich alles aufgesetzt ist. Und auf der anderen Seite, finanziell ist noch nie so eng war wie jetzt. Das ist eine unglaubliche Zerreißprobe und ich weiß, ich mach mich hier gerade extrem nackig damit. Und vielleicht ist das deswegen auch so ein bisschen das Gefühl von Versagen, weil ich auf diesem Weg hierhin, meine Selbstständigkeit aufzubauen, natürlich auch viel Unterstützung bekommen habe und Hilfe auf verschiedenen Ebenen und sich das jetzt auch so ein bisschen anfühlt, ah ok, und jetzt sucht die sich irgendwie für 2, 3 Tage die Woche wieder einen Job, die lässt das jetzt halt einfach, die nimmt das nicht ernst genug. Das ist so die innere Stimme in mir, die sagt, du willst es halt nicht richtig wieder. Das ist halt nur wieder dieses, jetzt wird es irgendwie unbequem, aber du suchst jetzt den bequemen Weg und suchst dir lieber eine Anstellung. Und das ist viel, viel gerade auch mit meiner inneren Ansprüchen zu kämpfen und Kritiker und da irgendwie so ein bisschen. Aber ich merke eben, dass mich dieser Stress und wir hatten eben vor 4, 5 Wochen so eine Situation, wo es war, es ging, Es war so eine Alltagssituation, wo du relativ spontan gesagt hast, hey, lass uns heute Abend ins Kino gehen, ich lad dich ein. Und ich da im Kino saß und die ganze Zeit nur gedacht hab, das ist gerade ein Luxus, den ich mir nicht erlauben kann, dass ich mich von dir einladen lasse, weil ich gerade nicht genug Geld verdiene. Also es sind ganz diffuse, ganz viele alte Themen und Geschichten, die da irgendwie noch mitlaufen, wo ich gemerkt habe, okay, wenn es jetzt schon darüber hinausgeht, über dieses klassische, okay, wie mache ich das mit der Miete und den Krankenkassengeschichten nächsten Monat, dass ich es jetzt noch nicht mal genießen oder annehmen kann, dass mein Verlobter mich ins Kino einlädt. Ich gemerkt habe, da muss sich jetzt was ändern. Und deswegen werde ich mir jetzt diesen Job suchen. Ich habe da auch schon in der Zeit mit einigen anderen Menschen darüber gesprochen, die auch alle gesagt haben, viele, die auch selbstständig sind, die gesagt haben, Hey, das ist gerade eine Entwicklung, die man bei ganz vielen Selbstständigen gerade sieht, die einfach wieder zurück in Teilzeitanstellung gehen, weil es einfach wirtschaftlich gerade eine krasse Zeit ist. Und ja, ich habe es jetzt mal auch hier gedroppt. Ich hoffe, für euch ist es trotzdem noch okay, dass ich Teil dieses Podcasts bin.
Manu: Oh mein Gott.
Rachel: Aber es beschäftigt mich sehr. Es ist für mich auf der einen Seite, ich merke die Aussicht auf einen Job und den Existenzdruck rauszunehmen, dass mir das jetzt schon hilft, dass mir das hilft, diese Vorstellung, okay, meine Selbstständigkeit hat weniger diesen Druck, alles so gut funktionieren muss. Und mittlerweile verstehe ich auch, dass ich das vor 5, 5 Jahren, als ich mich selbstständig gemacht habe, das war einfach krass. Ich bin von heute auf morgen ohne einen richtigen Plan, wenn man mal ganz ehrlich ist, von der Vollzeitanstellung und die Vollzeitselbstständigkeit, während andere sich das wirklich über ein paar Jahre erstmal nebenberuflich selbstständig aufbauen. Und ich mach’s halt ein bisschen andersrum. Ich geh jetzt wieder so ein bisschen in die Teilzeitanstellung, den Druck rauszunehmen und meine Selbstständigkeit, wo ich jetzt sehe, dass das Hand und Fuß hat und dass ich auch noch Potenzial, ich habe auch noch viele andere Ideen, die da noch mit rein spielen, aber damit das Luft zum Atmen hat und jetzt einfach mal köcheln kann, muss ich das jetzt mal machen lassen und wo anders mit meiner Existenz verdienen.
Manu: Und es kommen ja auch noch zwei Sachen dazu Und da muss jetzt bei der ersten Sache, muss dein, deiner zukünftige Arbeitgeber kurz weg hören. Ich glaube, das ist gerade ein sehr sinniges Instrument, deine eigene Selbstständigkeit auch zu retten. Im Sinne von dieser Druck hat ja auch eine negative Auswirkung auf deine Selbstständigkeit. Wenn das die ganze Zeit mit so einem unfassbar krassen, intrinsischen Druck, der wie so eine der ja auch irgendwann so eine Spirale bildet, was du ja gesagt hast, also dass du dann irgendwann auch das Gefühl hast, ich darf mich noch nicht mal mehr von jemandem einladen lassen oder helfen lassen, weil das sozusagen nur noch bestätigt, dieses Narrativ von Versagen. Dann ist das jetzt einfach ein Instrument, da den Druck rauszunehmen. Und das Coole ist ja bei dir auch, dass du ja wirklich die Ausbildung und die Abschlüsse hast, dir einen richtig coolen Job zu suchen, der dir ja dann wiederum Erfahrung bringt in Bezug auf deine Selbstständigkeit. Der da relativ nah dran ist vielleicht auch. Deswegen finde ich, hat das eigentlich überhaupt nichts mit Versagen zu tun, sondern es ist vielmehr ein Instrument. Jetzt gerade. Für mich bist du weiterhin auch trotzdem selbstständig. Selbstständig genug. Ja, also wirklich. Und es geht ja gerade bei dir auch darum, das ist die zweite Sache, es geht ja bei dir gerade auch darum, Akquise zu betreiben. Also für dein Produkt deiner Selbstständigkeit. Und was eine schöne Erkenntnis in den Gesprächen mit Laurin auf der Gamescom und auf der Devcom war, weil wir ja beide dort als Selbstständige waren, die da auch Akquise betreiben. Das Wichtigste für Akquise ist, nicht darauf angewiesen zu sein.
Rachel: Damit’s nicht so ein Sales verkaufen wird, sondern wirklich so ein Netzwerk, Leute kennenlernen, Menschen. Ja.
Manu: Das Schlimmste, was man bei Akquise machen kann, ist Needy sein. Das ist, glaube ich, das ist das direkte Todesurteil für erfolgreiche Akquise, ist eine Ausstrahlung von bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte. Weißt du, was ich meine?
Rachel: Ja, ja.
Manu: Und deswegen ist das ja auch vielleicht gerade in dem Aspekt auch wichtig, dass du so eine Absicherung hast, sehr entspannt Akquise betreiben zu können. Und dann zu sagen, ja klar, kein Problem, in 3 Jahren können wir den Workshop auch machen. Überhaupt kein Thema.
Rachel: Ja oder deswegen ist es ja bei mir so, dass ich sage, ich will eine Teilzeitanstellung oder suche mir da auf Teilzeitebene was, dann den Raum zu haben, daneben einfach noch weiter das laufen zu lassen. Aber es ist halt Und das hab ich jetzt die letzten Tage auch gemerkt. Ich hab mich so ein bisschen beobachtet, in dieser Strukturfindung jetzt wieder anzufangen. Und ich glaube, dass mir das vor allem auch da noch mal auf so 1 Mental-Load-Ebene einfach echt helfen wird, zu wissen, okay, ich habe halt diese 2, 3 Tage die Woche, wo ich diese Struktur habe und dann eben klassisch mit dem Paretprinzip. Ich glaube, dass ich wahrscheinlich vieles meiner Selbstständigkeit oder der Arbeit, die dahinter steckt, auch in diesen restlichen 4 Tagen die Woche noch hinbekomme. Und wahrscheinlich da wieder lerne sehr viel effizienter und weniger mit Zweifeln und mehr mit Selbstwirksamkeit zu arbeiten, weil ich diesen Druck rausnehmen kann. Und Ja, vielleicht, genau, ich werd euch da mal zu updaten. Und, ähm Ja, aber das ist jetzt Das ist ein großes Thema, das mich sehr stark beschäftigt hat in den letzten 4 Wochen. Und jetzt ist es draußen. Und, ähm genau, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt und ob ein paar Selbstständige von euch da draußen, die das vielleicht auch hören, gerade wie es euch mit dem Thema geht oder ob ihr da einen ganz anderen Bezug zu habt. Das ist natürlich auch, wenn ihr da ganz viel entspannter dran geht und da nicht direkt so ein Versagensgefühl habt, dann weiß ich, dann muss ich mir da nochmal was genauer angucken. Genau.
Manu: Ja, oder vielleicht genau das gleiche haben.
Rachel: Ja. Ja. Ja. Ich finde
Manu: Ich finde es eine sehr mutige und sehr gute Entscheidung. Ich unterstütze das.
Rachel: Um im Linkedin-Sprech zu bleiben. Sehr gut. Das heißt, das war Folge 73.
Manu: Ja, kleine Update-Folge. 50 Minuten, ey, Wahnsinn.
Rachel: War schon wieder intensiv, aber es war einiges abzustecken. Wir sind jetzt alle wieder auf dem aktuellen Stand.
Manu: Das ist auch schön, wir sind alle wieder auf dem Weg.
Rachel: Ja, wir wissen wieder, wo wir stehen. Es gibt ein paar Neuerungen. Ich freue mich, dass wir wieder auch back in business mit dem Podcast sind.
Manu: Ja, Content müssen wir auch wieder machen.
Rachel: Ja, da kommen wir auch wieder rein. Und ähm… Joa, hast du noch was? Hast du noch die letzte Worte?
Manu: Nö, nö, ähm…
Rachel: Nö. Okay, gut.
Manu: Gute Zeit.
Rachel: Gute Zeit, bis dann. Bis dann, tschüss.