Manu: Hallo. Hallo. Das wird richtig komisch, weil… Das werde ich rausschneiden.
Rachel: Du bist einfach lustig. Du hast mich gerade zum Lachen gebracht. Mit einem kleinen frechen Witz vorab.
Manu: Kleiner frecher Joke.
Rachel: Lustig war’s. Hallo und herzlich willkommen, Folge 75. Ja. Das ist schon wieder ein Grund zum Feiern.
Manu: Mein Gott, das hört gar nicht mal auf mit dem Feiern. Ja.
Rachel: 75. Ich bin, ich habe jetzt…
Manu: Du redest zu oft über die Folgen.
Rachel: Ja, ich weiß. Ich wollte dich gerade sagen, weil ich jetzt angefangen habe, Folgen zu transkribieren, die Transkripte auf unsere Website zu stellen. Man kann sie jetzt quasi noch mal querbeet durch unsere Themen lesen.
Manu: Man kann sie jetzt auch lesen, genau.
Rachel: Genau, die mache ich jetzt quasi rückwärts, immer zu den älteren Folgen dann zurück. Genau. Wir reden Wir starten sehr oft damit, bei wie vielen Folgen wir mittlerweile sind. Aber es ist Es ist ja so. Es ist ja wirklich jedes Mal krass, dass es schon wieder 75 ist crazy. Hätten wir bei Folge 3 nicht gedacht.
Manu: Nee.
Rachel: Dass das mal so weit kommt.
Manu: Nee. Hätt ich nicht erwartet.
Rachel: Und manchmal fühl ich mich ja auch noch so wie die Rachel von Folge 3. Deswegen ist das so crazy.
Manu: Ja. Ja.
Rachel: Aber So viel dazu. Ich hab, ähm Kleine Info mitgebracht.
Manu: Okay.
Rachel: Ich hab nämlich etwas unterschlagen. Das ist mir auch aufgefallen, als ich angefangen hab, unsere Folge zu transkribieren.
Manu: Dass wir ganz oft Ankündigungen machen.
Rachel: Dass wir in der Folge ganz oft darüber sprechen, das besprechen wir beim nächsten Mal oder das nehmen wir nochmal mit.
Manu: Oder da mache ich nochmal was zu. Und dann treten wir nie wieder drüber.
Rachel: Ja, ich glaube, das hat tatsächlich auch was mit diesem, sobald man die Kopfhörer abnimmt, geht das Hirn auf so eine andere Frequenz wieder und man hat einen Teil des Kurzzeitgedächtnisses gelöscht.
Manu: Entweder das oder doch ADHS.
Rachel: Ja. Vielleicht hängt das auch zusammen. Auf jeden Fall ist es diese Übergangssituation, die dann ganz oft so während der Folge, da denke ich, das muss ich auf jeden Fall aufschreiben. Oder ich schreibe es mir tatsächlich auch bisweilen auf während der Folge und dann ist es aber, passiert es nie. Auf jeden Fall. Aufmerksame Hörer haben die letzten 2 Wochen sich gefragt, Rachel, was ist los? Du wolltest uns erklären, was es mit gerebelten Kräutern auf sich hat.
Manu: Stimmt! Oh, voll gut!
Rachel: Du hast es auch vergessen.
Manu: Ich hab’s voll vergessen.
Rachel: Du hast es auch vergessen. Eigentlich wollte ich das auf Instagram nachreichen, aber ich mach’s hier.
Manu: Ja, bitte.
Rachel: Damit ich’s nicht wieder vergesse.
Manu: Ja, ganz offiziell.
Rachel: Und es ist total interessant. Kräuterrebeln kommt tatsächlich aus dem Weinbau, vom Weinanbau, genau zu sein. Und zwar, ich habe nachgeschaut, dort im Weinbau spricht man davon, vom sogenannten Abbeeren. Und das ist, wenn man die Traube von der Rebe ablöst. Und das hat man quasi, also dieses Abbeeren der Früchten. Und wenn man halt Kräuter hat, dann ist es ja trotzdem so, als würdest du dann die wertvolle von der Pflanze, in dem Fall eben die Kräuter vom Stiel abmachen von der Rebe und davon kommt das Rebeln. Abrebeln. Gerebelt.
Manu: Guck einer an.
Rachel: Also nur dieses grobe Zerkleinern, während man Thymian, Oregano etc. Abzieht.
Manu: Okay.
Rachel: Also nicht verpulvert, sondern nur grob abgelöst.
Manu: Aber jetzt, so macht das natürlich, wenn man an die Rebe denkt, dann ergibt das ja auch Folgen.
Rachel: Ja, aber wusste man ja nicht. Vor allem… Ich finde – jetzt kommt die nächste Frage, die ich in 3 Wochen beantworte. Warum?
Manu: Warum sagt man abziehen?
Rachel: Nein, warum sagt man dann nicht auch beim Weinbau weiter rebeln oder abrebeln und spricht da jetzt aber vom abbeeren? Weil es sind ja auch, Trauben sind ja keine Beeren.
Manu: Wie ist das eigentlich mit Fruchtsaft?
Rachel: Verstehst du nicht, was ich meine? Das ist, it’s a rabbit hole und am Ende weiß ich nicht, wo wir landen. Wahrscheinlich kommt das Abbeeren dann wieder von der Brombeere oder vom…
Manu: Abbrommen. Abbrommen.
Rachel: Den Himbeeren oder den Waldbeeren generell. Und da sagt man dann wieder was ganz anderes.
Manu: Abwalden zum Beispiel.
Rachel: Abwalden. Roden. Am Ende war man wieder bei der Waldrodung. Auf jeden Fall, jetzt haben wir alle was gelernt. Woher die gerebelten Kräuter? vom Rebeln.
Manu: Super, danke fürs Nachhalten.
Rachel:Vom Abrebeln.
Manu: Vom Abwrebeln.
Rachel: Wieder was gelernt. Schön. Also wenn ihr sonst nichts mitnehmt aus dieser Folge-
Manu: …dann zumindest das.
Rachel: Dann zumindest das. Ich bin froh, dass ich wieder einen kleinen Funfact droppen konnte.
Manu: Vielen Dank.
Rachel: An der Stelle.
Manu: Dankeschön.
Rachel: War mir noch wichtig. Wir können aber jetzt auch gerne wieder ins Thema gehen. Das war jetzt mein Intermezzo an der Stelle.
Manu: Sollen wir direkt ins Thema einsteigen? Ja, ne? Ja. Schon. Ich bin gerade total fasziniert. Ich hoffe, man hört es nicht auf der Aufnahme, aber es prasselt gerade der Regenschauer auf die Dachfenster hier. Das ist eigentlich echt schön cozy.
Rachel: Ja, das erste Mal für dich jetzt so richtig, ne? Im neuen Zimmer. Ja. Und das ist Super Überleitung, Manu.
Manu: Ja, super Überleitung.
Rachel: Weil wir haben ja Zimmer getauscht.
Manu: Wir haben es schon mal angedeutet.
Rachel: Manu ist jetzt in einem kleinen dachschrägen Zimmer mit den Dachfenstern, auf die der Regen gerade prasselt. Und ich bin in das etwas größere Zimmer hinübergezogen, weil wir dort eben auch ein kleines, unser Wohnzimmer einrichten letztendlich. Richtig. Letzte Woche kam die Couch, auch das haben wir angekündigt. Sie kam und sie ist perfekt für uns. Wir sind sehr, sehr glücklich. Wir haben sogar ein Regal aufgehangen Ende der Woche. Ja. Das ist jetzt richtig, hat jetzt richtig Wohnzimmer-Vibes.
Manu: Ja. Ich bin sehr glücklich hier in diesem Raum, weil ich diesen Raum deutlich einfacher schalloptimieren kann für meine Arbeit. Das ist für mich ein großer Vorteil.
Rachel: Hast du es in der Postproduktion schon gemerkt, dass sich das im Podcast auch anders anhört?
Manu: Ja. Und ich habe ja jetzt hier noch nichts gemacht an den Wänden. Das kommt ja jetzt alles. Es ist schon deutlich besser.
Rachel: Cool.
Manu: Also ich muss lange nicht so viel rum operieren.
Rachel: Sehr schön. Und jetzt mache ich noch mal eine gute Überleitung zu Ende.
Manu: Okay, Entschuldigung. Sorry.
Rachel: Also ich bin jetzt drüben in diesem immer gemütlich werdenderen Zimmer mit Wohnzimmeranteil. Mein Arbeitszimmer mit Wohnzimmeranteil. Und ich habe… Das ist was, an dem wir arbeiten müssen, weil das auch da eine große Prämisse war. Aber ich merke, dass ich in dieser letzten Woche, seit wir das Sofa da haben, ein unbewusst bewusst, ich weiß es noch nicht genau, schon ein Problem damit entwickelt habe, diese Tür wirklich zuzumachen. Weil ich dich, weil ich dieses Wohnzimmer, den ich freund halten möchte. Und auf der anderen Seite ist es aber genau das, ja wirklich mal Tür zu machen und fokussiert arbeiten. Das Thema der Folge. Und etwas, was wir beide in dieser Selbstständigkeit 24-7 zu Hause immer wieder verhandeln oder immer wieder darüber reden und das wollten wir heute auch in dieser Folge tun. War der Übergang einigermaßen okay?
Manu: Der Übergang war sehr gut. Der war sehr gut, weil dann lass uns da gleich mal kurz bleiben, weil ich möchte dich ermutigen, diese Tür zu schließen, da drüben. Wirklich.
Rachel: Aber du sollst doch auch mal aufs Sofa gehen und dich entspannen.
Manu: Ja, aber ich sitze morgens mit dir auf diesem Sofa und ich sitz abends mit dir auf diesem Sofa und zwischendrin sitz ich doch ich staube hier doch ein, wo ich bin. Zwischen meinen technischen Geräten in meinem kleinen Raumschiffcockpit hier, wie ich es ja jetzt inzwischen gerne nenne mit diesen 2 Dachfenstern, das ist also, dieser Raum da drüben, das ist jetzt dein Raum. Du musst den zumachen können. Du musst da deine Fokuszeit dir nehmen können. Und wenn die Tür zu ist, dann gehe ich da auch nicht rein. Und das ist vollkommen fein. Also wir haben genügend andere Räume, in die ich gehen kann.
Rachel: Im Westflügel.
Manu: Da gehe ich mal in den Westflügel oder in den Pavillon am Koiteich oder whatever.
Rachel: Bis hin in den Palmengarten drüber.
Manu: Palmengarten, genau. Durch das Labyrinth. Ja. Keine Ahnung. Ja. Also die Möglichkeiten sind mannigfaltig, möchte ich gar sagen. Und insofern, ja, nimm dir deinen Raum. Ich meine, ich habe mir den Raum auch immer zugemacht. Da hatten wir noch keine Couch, aber wir hätten ja dann die Couch gehabt. Und ich hätte trotzdem weiterhin die Tür zugemacht.
Rachel: Das stimmt. Also, so what? Ich glaub, Ich muss diesen Raum da drüben noch mehr zum meinen machen. Das habe ich da hinten in dieser Ecke. Das war auch das, als wir das besprochen haben, dass wir die Räume noch mal tauschen, war das auch, glaube ich, so dein… Angst ist vielleicht zu groß, aber dein Bedenken an der…
Manu: Das war mein größtes Ressentiment gegen diese Entscheidung, ja. Ja. Ja. Was ich gesagt habe, ich möchte dann aber unbedingt, dass das auch dein Raum ist. Weil das war ja in unserer alten Wohnung das Problem, dass du ja da im Wohnzimmer gearbeitet hast und diesen Status wollte ich halt nie wieder herstellen. So, weil ich gesehen habe, dass das nicht gut ist und deswegen müssen wir das jetzt gleich ganz anders angehen von Anfang an. Also das da drüben ist dein Raum. Du hast da halt jetzt eine Couch drin stehen. Ich werde dann hier hier auch noch eine haben oder ein Sessel oder so. Weißt du, was ich meine? Also dann setze ich mich hier in meinem Raum in meinen Sessel, wenn ich irgendwie nicht am Schreibtisch hocken will. Jetzt geht’s los. Jetzt shift’s richtig. Da wird der Himmel…
Rachel: – Schleusen –
Manu: …da wird gerade abgebeert.
Rachel: Die Schleusen öffnen sich. Ich merke, dass mir das mega schwer fällt. Ich merke gerade, wo du das gesagt hast, dass das mein Raum ist und mein Zimmer und eben nicht Wohnzimmer, wo mein Tisch drin steht. Ich merke, dass mir das, dass ich das total…
Manu: Dir fällt dieser Besitzanspruch schwer?
Rachel: Ja, dass ich mir denke, das ist doch eigentlich voll ungerecht. Und das hatte ich am Wochenende jetzt auch mit der Couch und mit dem Regal. Das hatte ich ja auch, dass ich da die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen hatte, als wir dann am Freitag das irgendwie aufgehangen haben und es echt jetzt gemütlicher aussieht und wir hatten jetzt am Wochenende Besuch da, weswegen wir auch die Kisten nochmal umgestellt haben und ich merke, dass ich so ein schlechtes Gewissen dir gegenüber habe, dass ich jetzt da, dass dieser Raum jetzt schon ein bisschen wohnlicher aussieht als deiner. Ich merke gerade, dass ich da echt ein Thema mit habe.
Manu: Ich finde das gut, dass dein Raum der Raum ist, der wohnlicher aussieht. Weißt du warum? Ich brauche dieses Chaos. Klar, ich will irgendwann nicht mehr diese Kartons hier stehen haben, aber ich bin definitiv der unordentlichere von uns beiden. Und mein Kreativspace braucht auch immer ein gewisses Maß an Unordnung. Und für mich ist es ein ganz großes Privileg, dass ich jetzt hier einen Raum habe, den du, wenn du nicht willst, gar nicht betreten musst, außer zur Wodka-Aufnahme. Mist. Weil ich kann hier einfach, weißt du, ich kann hier schalten und walten in meinem eigenen Chaos. Und eben, wie gesagt, ich möchte dich echt ermutigen, diesen Raum da drüben als deinen Raum zu verstehen. Es ist nicht mein Raum. Es ist auch nicht unser Wohnzimmer. In erster Linie ist es dein Raum. In zweiter Instanz ist es ein Raum, in dem man sich aufhalten kann, gemeinsam, wenn man möchte. Aber in erster Linie ist es dein Raum.
Rachel: Oh, das macht mich…
Manu: Please feel free to claim it.
Rachel: Ja, das macht mich jetzt gerade ganz nervös. Aber interessant. Ich, äh…
Manu: Warum macht dich das nervös? Weil du das Potenzial plötzlich siehst.
Rachel: Ne. Ne. Ich, ähm… Hmhmhm. Es hat… Nee, ich, ähm… Hmhmhm… Es ist ein wiederkehrendes Thema, was ich jetzt auch in der Vorbereitung auch nochmal gemerkt hab zum Thema Fokuszeit Und dass es ähnlich ist. Das andere ist jetzt Zeit, und das ist jetzt eben auf den Raum- und räumlich bezogen. Also wirklich verschiedene Ebenen noch mal. Ähm, Dimensionen quasi. Ich merk, dass das ein bisschen Druck macht.
Manu: Mh. Oh.
Rachel: Das klingt jetzt für die, die uns zuhören, was ist los mit euch, ihr habt ein Mehrzweckzimmer, arbeitet da drin. Aber ich krieg hier live unsere küchenpsychologischen Mini-Paar-Therapie-Sessions hier immer mit. Ähm Druck in dem Sinne, dann muss ich’s aber auch richtig effektiv ausnutzen. Dann muss ich da muss ich ähm Also jetzt zum Beispiel so ein Raum, wenn der jetzt schon schön ist und der sieht gut aus oder besser aus und es ist gemütlicher und wie auch immer, dann, ähm ist das jetzt ja zum Beispiel ein guter Backdrop, jetzt mit dem Content anzufangen, und dann muss ich das jetzt machen. Oder mit Zeit, Arbeitszeit, Fokuszeit. Wenn ich die Türe zumache, dann muss das eine hochproduktive, effiziente Zeit sein, in der ich arbeite. Und wenn es dann so ein Vormittag ist wie heute, wo es mir super schwerfällt, irgendwie reinzukommen in die Arbeit, dann habe ich da ein schlechtes Gewissen, dass ich dann für diese Zeit, in der ich rumpimmel, den Fachterminus mal benutzen zu dürfen, diese Tür zu mache und dir dieses Zimmer verwehre. Ich merke, dass das, also es ist jetzt, Druck ist vielleicht ein großes falsches Wort, aber es ist schon so dieses dem gerecht werden, dass ich diesen Raum beanspruche. Oh wow, das ist gerade.
Manu: Ja, damit machst du dich sehr, sehr klein. Dass du nicht einfach auch diesen Raum haben darfst in unserer gemeinsamen Wohnung, da vielleicht auch einfach nur zu atmen, ungestört.
Rachel: Diese Wohnung, in der ich meine Miete zahle.
Manu: Ja, von mir unbeeinflusst da einfach drüben sitzt und einfach mal nur atmest. Wäre auch fein, dass du einfach einen Raum hast da drüben, in dem du einfach atmen kannst. Ist auch okay. Würde dir auch zustehen. Weißt du, was ich meine? Also, ich hab ja meinen Raum. Mir nimmst du ja nix weg.
Rachel: Mhm.
Manu: Das ist doch alles gut. Also, es kann ja jedem – einschließlich mir und vor allem auch unsere Zuhörer – scheißegal sein, was du da drüben machst. Scheißegal sein, was du da drüben machst. Scheißegal sein, was du da drüben machst. Es ist total egal.
Rachel: Es lässt sich ja eben auch übertragen, jetzt konkret reden wir über den Raum, aber eben auch auf Zeit.
Manu: Wie auf Zeit?
Rachel: Ja, auf eben diese Fokuszeit. Und ich mach jetzt irgendwie Tür zu und will nicht gestört werden, in Anführungsstrichen, bin nicht ansprechbar für dich.
Manu: Du darfst auch nicht ansprechbar für mich sein und nicht gestört werden wollen, wenn du einfach nur deine Freizeit da drin verbringst.
Rachel: Ja und ich glaube, das ist der Knackpunkt bei mir, dass mir das total schwerfällt.
Manu: Ja, das wäre, ich glaube, das ist sehr erstrebenswert, das zu lernen für dich, weil das vielleicht auch bedeutet, dass du tatsächlich produktive Erholungsphasen hast, die dir ja abgehen, ganz eindeutig. Boah, Alter, das regnet vielleicht. Ich lasse das einfach auf der Aufnahme drauf. Ja klar. Wenn es drauf ist.
Rachel: Ist das so?
Manu: Ja, das ist der Sturm jetzt, ne? Weißt du, was ich meine? Also das ist vielleicht tatsächlich das gut, dass wir jetzt darüber sprechen, weil das ist ja vielleicht wirklich ein ganz, ganz essentieller Punkt, gerade in Bezug auf deine doch recht häufige und andauernde Erschöpfung.
Rachel: Ja.
Manu: Also vielleicht geht es auch darum zu lernen, alleine Freizeit zu verbringen. Und einzufordern, dass dich dabei auch niemand stört. Und ich meine, im Ansatz versuche ich dich ja da auch schon zu ermutigen, dass ich da gestern zum Beispiel bei dir in der Tür stand und sag, soll ich dir die Tür zumachen? Und dann sagst du mir, nee, lass offen. Und ich denk mir, ach warum?
Rachel: Weil irgendwas passiert draußen, irgendwas Spannendes. Vielleicht hat das auch ein bisschen was damit zu tun, irgendwas nicht verpassen zu wollen.
Manu: Ah ja, ok. Fomo vielleicht auch. Ja, hey, who knows. Klar, das kann natürlich auch, das kann bei dir was Gelerntes sein, weiß ich nicht.
Rachel: Aber, ähm, also… Kontrolle heißt das auf jeden Fall auch.
Manu: So dieses, ich, genau. Ich bin ja als, also ich bin so aufgewachsen, dass ich wirklich, ich hatte halt mein Zimmer und ich hab die, ich hab schon als Kind das geliebt, einfach meine Zimmertür zuzumachen. Und dann einfach komplett für mich zu spielen. Und Ich kam auch sehr gut alleine klar. Mhm. Irgendwie. Das war auch kein Problem. Und vielleicht hab ich deswegen eher die Tendenz hier auch so bei mir Ich mach ganz oft bei mir die Tür zu. Weiß nicht, ob dir das auffällt. Ja. Ich mach ganz viel die Tür bei mir zu. Stimmt. Weil ich, ich brauch da meinen Space. Und selbst wenn ich hier einfach nur zocke, mach ich auch manchmal einfach die Tür zu.
Rachel: Ja.
Manu: Darfst du auch.
Rachel: Ja, interessant. Muss man sich echt erst wieder lernen. Ich mein, bevor wir… Wir sind zusammengezogen in die gemeinsame Wohnung, in der ich im Wohnzimmer gearbeitet hatte, als ich schon selbstständig war. Und das war während Corona. Herbst 20. 20 sind wir zusammengezogen. Und davor habe ich 2 Jahre, kommt es hin, zweieinhalb Jahre, hatte ich meine eigene Wohnung. Das war, wo ich das erste Mal, ja, ich habe schon mal zwischendurch mal 3 Monate alleine gewohnt, aber das erste Mal richtig alleine gewohnt hab. Und da Da ist es mir schwergefallen. Irgendwie nicht Aber nee, da muss ich noch mal in Ruhe drüber nachdenken. Aber ich find’s interessant, dass wir jetzt heute über Zeit reden wollten, diese Dimension Fokuszeit und mal für mich und wie kann ich das irgendwie, aber dass das jetzt in dieser Situation, in der wir sind und mit dem mit der Wohnung eben und dem Auskarteln hier tatsächlich auch was mit Raum zu tun hat. Das finde ich gerade so interessant. Deswegen finde ich auch überlege ich gerade hier so viel neben mir.
Manu: Voll spannend, aber es erfüllt eigentlich auch meinen ersten Punkt, den ich zu unserem Thema heute, also unser Thema ist ja eigentlich, ich habe ich habe Fokuszeit und du redest mit mir. Also, Grenzen setzen, ohne dabei kalt zu wirken und irgendwie das so trotzdem das einzufordern. Und ich glaube, vielleicht muss man das auch noch mal anders framen. Also, Fokuszeit und Me-Time. Also, weißt du? Space. Einfach mein Space. Haben. Können. Und der erste schritt den ich mir tatsächlich aufgeschrieben hat ist kommunikation also tatsächlich das wirklich zu kommunizieren also jetzt im bezug auf fokuszeit jetzt arbeitsbedingt sowieso auch ich finde da sind wir auch inzwischen echt gut darin, dass man davor immer sagt, du pass mal auf, jetzt so die nächsten 3, 4 Stunden, keine Ahnung, bin ich irgendwie in einem Meeting dann sowieso, aber ich meine auch, muss ich mich konzentrieren, bin ich da deep drin, deep fokus. Geht übrigens auch, finde ich, mit MeTime. Vielleicht ist das für dich eine ganz gute Übung, das Gleiche auch zu machen, jetzt in Zukunft mal mit, du, ich ziehe mich jetzt mal zurück. Ich bin jetzt einfach mal da 2 Stunden in meinem Raum, bitte sprich mich nicht an. Und ich finde das ist eigentlich das Problem, weswegen dann manchmal die Reaktion, wenn man dann darin gestört wird, kalt wirkt oder das zu einem Konflikt führt, ist eigentlich meistens, hat den Ursprung darin, dass es vorher nicht richtig kommuniziert wurde. Ja. Also dass man vorher nicht sagt so, hey, pass mal auf, ich bin jetzt dann raus. Ich brauche jetzt Zeit für mich oder ich brauche Zeit für meine Arbeit oder so. Wenn das stattgefunden hat, dann ist das eigentlich total klar. Und ich finde, da haben wir auch schon so ein paar coole Tools entwickelt, die da auch noch helfen. Das würde ich aber am Schluss dann noch sagen. Und ich möchte jetzt auch nochmal sagen, und deswegen war mir das auch so wichtig, dass du hier deinen Raum hast und deswegen möchte ich dich da auch ermutigen, weil das war in unserer alten Wohnung nicht gut, dass du da im Wohnzimmer warst, weil dadurch hab ich dich auch sehr oft gestört. Und war sehr gut darin, deine Fokuszeit nicht zu respektieren. Bis wir das dann irgendwann rausgearbeitet haben, kommuniziert haben.
Rachel: Da hatte ich die Tür ja auch immer nur dann zu, wenn ich wirklich in einem Meeting saß, sonst war die Tür immer offen.
Manu: Und vielleicht ist das auch noch zu sehr in dir drin und deswegen hast du das Gefühl, du musst die ganze Zeit zur Verfügung stehen, weil du im Kopf noch im Wohnzimmer hoppst. Deswegen hatte ich auch so ein großes Problem damit, dass du jetzt darüber in dieses Zimmer gehst, dass wir nochmal Zimmer tauschen, weil ursprünglich war ja geplant, dass sozusagen mein Zimmer auch ein Wohnzimmer ist so ein bisschen. Und deswegen hatte ich da auch Angst davor, dass wir jetzt wieder tauschen, dass du wieder in diesen Modus kommst. Aber ich sitze jetzt hier im Wohnzimmer und ich bin deswegen auch die ganze Zeit verfügbar.
Rachel: Genau und eigentlich andersrum. Das ist mein Zimmer mit Wohnzimmer, mit Anteil.
Manu: Es ist also, Genau, es ist dein Zimmer mit einem Sofaanteil. Ja. So, mit dem größten Sofaanteil in der gesamten Wohnung. Das werden wir aber ausgleichen hier. Also wenn dann bei mir auch noch irgendwie so ein Loungemöbel reinkommt oder so, ne? Was ich auch möchte. Ich möchte hier auch irgendwas haben. Genau. Und es ist vielmehr so, dass ich dich mal da drüben besuchen komme, wenn das für dich okay ist. Und in Zeiten, die du festlegst, dass ich dich dann besuchen kann da drüben, aber in erster Linie ist es dein Raum. Genauso wie du mich hier besuchen kommst. Das ist total wichtig und da ärgere ich mich auch im Nachhinein über mich, wie wir das damals in der Wohnung… Ich hatte ja mal den Impuls, dass ich zu dir gesagt habe, lass uns dieses Wohnzimmer einfach zu deinem Zimmer machen. Das haben wir dann irgendwie nicht gemacht. Ich weiß gar nicht mehr, warum.
Rachel: Ich glaube, weil wir dann schon geplant hatten, rauszugehen aus der Wohnung. Und dann war das irgendwie
Manu: Ja. Okay. Jetzt haben wir ja die Möglichkeit, das wirklich anders zu machen und besser zu machen.
Rachel: Ja. Ich merke, noch mal eine andere Ebene reinzubringen, Phasen, in denen es mir auch schwerfällt, diese Tür zuzumachen. Damit meine ich jetzt nicht nur die Tür, sondern auch so dieses, hey, ich bin jetzt mal nicht ansprechbar oder ich bin… Das geht so ein bisschen in die Coaching-Folge rein, die wir hatten vor der Sommerpause. Die Phasen, in denen ich merke, dass in dir einiges arbeitet und knabbert und dass du irgendwie einen Austausch brauchst oder manchmal dann auch diese Unsicherheiten hast, ob das jetzt tatsächlich ein Content-Piece ist oder so, wo du jetzt einfach nicht nur allein… Rückversicherung. Genau, diese Rückversicherung. Und da dann irgendwie nicht verfügbar zu sein, zu sagen, ist es jetzt irgendwie wichtiger, dass ich für mich bin und für mich arbeiten kann, als dir zu helfen Oder dir die Möglichkeit geben, mich Hilfe zu bitten.
Manu: Mhm.
Rachel: Grad, weil das dann bei dir irgendwie in Schleifen dann läuft und irgendwie immer größer wird das Thema und so. Das merke ich, das ist auch was, was mir sehr schwer fällt. Vielleicht würde es mir da helfen, wirklich mal ab und an mal so ein Check-in zu machen. Muss auch gar nicht jeden Tag sein, aber so dieses, wie ist so… Brauchst du heute Zugang oder kann ich mal zu machen?
Manu: Weißt du, was ich meine?
Manu: Es tut mir leid.
Rachel: Nein, du musst dich nicht entschuldigen. Das ist ja auch mein Umgang damit. Das ist ja nichts, was du aktiv einforderst.
Manu: Ich hoffe, ich bin da schon ein bisschen besser geworden.
Rachel: Ja, ja.
Manu: Nichtsdestotrotz, ich finde, das ist etwas, was, klar, wir können so ein Check-In machen, Das ist, glaube ich, eine coole Idee. Trotzdem ist das aber einfach etwas, was für dich überhaupt keine Rolle spielen sollte und für mich auch nicht andersrum betrachtet. So, wenn du dich bei mir rückversichern willst wegen irgendwas, in diesen Fokuszeiten. Wenn Fokuszeit ist, dann hat das da dann muss die andere Person sich gedulden, bis diese Zeit rum ist, sich dann mit irgendwas rückversichern zu können oder Feedback einholen zu können oder so. Und ich gehe jetzt doch einfach schon in die Lösung, die ich echt gut finde und deswegen sollten wir das auch wieder machen, weil du da auch neulich davon geredet hast. Wir haben ja einen Discord-Server zusammen, zu zweit. Und ich finde, das ist zum Beispiel eine mega coole Idee, dass man so ein Postfach hat, wo man nicht reingucken muss, wo die andere Person was ablegen kann und sagen kann, kann ich heute, wann auch immer es dir passt, kurz was mit dir besprechen? Weißt du? Weil dann ist das sozusagen in Anführungsstrichen schon mal angefragt, aber es lässt den Space für, okay, ich kann mich aber auch erst in 5 Stunden darum kümmern, weil ich bin jetzt gerade noch in meinem Fokus. Oder ich habe es sogar auf stumm und ich gucke dann einfach nach diesen 5 Stunden da mal rein und dann liegt da in meinem Postfach, hey können wir da heute darüber reden? Oder kann ich heute mit dir darüber etwas reden? Oder kann ich hier irgendwo Feedback haben oder so? Weil dieses an der Tür klopfen, sag ich mal, das baut ja sofort einen extremen Druck auf.
Rachel: Das war tatsächlich auch mein Thema, oder meine Frage, wo ich mir dachte, ist das, was ist eigentlich anstrengender, im Sinne von dann wieder auch zurückzufinden in dieser Fokuszeit, eben so eine Push-Benachrichtigung oder ein Türklopfen.
Manu: Ja, ich glaube auch, weil dieses Türklopfen sollte man sich vielleicht sowieso irgendwie komplett abgewöhnen. Wenn die Tür zu ist, ist die Tür zu. Weißt du, was ich meine? Mhm. So, dann muss man das wirklich über den digitalen Weg versuchen und sagen so, hey, wenn du da raus bist aus deiner Me-Time, aus deiner Fokuszeit, ich hätte was, womit ich mit dir reden möchte, möchte ich, bräuchte oder whatever. Genau. Das, finde ich, sollten wir wieder einführen. Mehr. Und das wäre für mich tatsächlich auch so eine ganz konkrete Empfehlung. Für Paare, die zu Hause arbeiten. Beide.
Rachel: Das ist interessant. Das ist ja auch was, was ich irgendwie durchaus beobachtet habe, dass wir manchmal beide Phasen haben, wo wir wirklich mal dann so 4, 5 Stunden am Stück irgendwie nix voneinander mitkriegen. Wo wir beide irgendwie in stiller Eintracht nebeneinander vor uns hinarbeiten. Und dann, genau so Tage an denen es mir total schwer fällt in so eine Fokuszeit rein zu kommen, die ja mit so einem ADHS durchaus auch erschwert ist, dass das dann auch Tage sind, wo ich das auch auf dich übertrage oder wo ich dann beispielsweise auch öfter bei dir in der Tür stehe und so. Und das eigentlich zu minimieren, reicht ja schon, wenn ich irgendwie damit zu kämpfen habe und nicht dich da auch immer wieder…
Manu: Ich hab auch das Gefühl, dass eine potenzielle Rückversicherung, wenn man in so einem Zustand ist, wenn man selber nicht in seinen Fokus reinfindet, das eigentlich nur noch schlimmer macht. Also wahrscheinlich ist es sowieso dann besser, ganz auf sich alleine gestellt zu sein und wirklich gezwungen zu sein, dann mal durchzuatmen.
Rachel: Und nochmal von vorne anzufangen.
Manu: Und nochmal von vorne anzufangen und zu gucken, wie kann ich mich resetten, dass ich jetzt doch in den Fokus reinfinde, als dann die ganze Zeit zu anderen Personen hinzugehen und zu sagen, ey, ich find gerade überhaupt nicht rein, weil das ist ja dann so eine self-fulfilling prophecy. Ja, voll.
Rachel: Aber das ist gerade echt, vielleicht eben auch, dass wir heute drüber reden und nach dem Wochenende, das war eben mit Besuch voll schön, aber ich merke es war auch intensiv. Ja, gerne. Hast du… Ich hab… Ja, bitte.
Manu: Was? Ne, sag du.
Rachel: Noch mal so ein, 2 irgendwelche Tipps, irgendwas Konkretes, wie du in deine Deep Work reinfindest? Fokuszeit? Ähm. Beziehungsweise eigentlich bist du ja auch so ein bisschen dabei, das für dich jetzt nochmal auszuloten. Da haben wir Ende letzter Woche auch nochmal darüber geredet, dass du lange Zeit jetzt in so einem Modus warst. Das ist einfach das erste morgens aufstehen, Kaffee machen, an den Laptop und rein. So?
Manu: Ich hab so noch so diesen doch leicht toxisch angehauchten Arbeitstiermodus, den ich eigentlich gerne loswerden würde. So dieses morgens irgendwie, ich muss jetzt möglichst früh anfangen, es möglichst früh hinter mir zu haben. So, ist eigentlich überhaupt nicht gut.
Rachel: Genau, deswegen meine ich ja eigentlich.
Manu: Also was ich da immer merke, ist, je mehr ich mache, es jetzt mal so leicht esoterisch auszudrücken morgens, bei mir anzukommen Und je weniger ich mich mit der Welt draußen auseinandersetze morgens, desto besser. Also dieses Journalen habe ich heute auch wieder gemacht oder versuche ich jetzt einfach wieder regelmäßig zu machen. Als erstes, also Ich stehe auf, ich höre Musik morgens, weil ich brauche irgendwie was, wach zu werden. Ich höre dann morgens Musik, mache einen Kaffee, dann journal ich. Eine Zeit lang habe ich dann immer so ein bisschen Yoga gemacht, das möchte ich mir jetzt eigentlich auch wieder angewöhnen. Also wirklich so auch im Körper anzukommen. Und dann setze ich mich hin und dann mache ich erstmal wirklich meine, sortiere ich einfach nochmal meine To-dos, gucke mir wirklich an, was habe ich mir vorgenommen? Ah ja, okay. Dann mache ich mir da jeweils noch Notizen dazu und gucke, wie ich das umsetze und blablabla. Und ich merke so dieses Step-by-Step im Tag ankommen. Das ist zum Beispiel was total, was den Fokus fördert.
Rachel: Ja.
Manu: Und so dieses, ich finde nicht rein in meinen Fokus. Ich bin so nervös und ich springe zwischen den To-Dos, dann ist eigentlich das Beste, erstmal was ganz anderes zu machen. Das ist echt immer das, was ich immer wieder merke. Also irgendwas mit Bewegung. Also dass ich spazieren gehe oder dass ich Sport mache oder dass ich einfach nochmal duschen gehe oder dass ich mich kurz hinlege, weil ich müde bin oder so. Also nochmal so einen kurzen Reset zu machen. Weil das spart dann eigentlich Zeit. Das wäre jetzt so Standard-Tipps irgendwie, so einen Fokus reinzufinden.
Rachel: Aber ist es so, dass du… ich bin ja immer wieder auch noch im Überlegen, ob morgens eigentlich so meine Fokus-Arbeitszeit ist.
Manu: Hm, Okay.
Rachel: Oder ob die da schon anfängt, da bin ich ja auch immer noch am hinterfragen.
Manu: Verstehe ich total. Bisweilen. Verstehe ich total. Also ich hab… Ja?
Rachel: Nee, Satz war zu Ende.
Manu: Mein Beispiel jetzt diesbezüglich kurz einzubringen. Ich hab ja ganz lang geglaubt, dass ich jemand bin, der abends gut arbeiten kann und am produktivsten arbeitet. Und früher sahen meine Arbeitstage halt so typisch künstler-musikermäßig so aus, dass ich halt dann irgendwie, keine Ahnung, 12 aufgestanden bin und dann halt irgendwie ab da dann irgendwann angefangen habe zu arbeiten und meine produktivste zeit in anführungsstrichen dann irgendwann abends war ab 22 uhr turns out seit ich irgendwie keine ahnung mein körper gesagt hat mit mit ende 20 anfang 30 ey du wachst jetzt einfach morgens halb 8 oder 7 auf oder manchmal
Rachel: 6.
Manu: Oder 6. Habe ich gemerkt, dass der Vormittag für mich die produktivste Zeit ist. Aber ich glaube, das ist etwas, was man irgendwie so von selbst herausfinden muss. Oder durchaus probieren. Weil vielleicht ist deine Main-Focus-Zeit, keine Ahnung, zwischen 13 und 16 Uhr. Das ist da, wo ich mein größtes Loch habe eigentlich, vom Fokus her. Nee, stimmt nicht, 17 Uhr ist bei mir eigentlich so, dann ist bei mir wirklich tot.
Rachel: Ja, also ich muss dann nochmal, ich muss dann nochmal. Es ist interessant, dass ich mit meiner Selbstständigkeit immer wieder bei diesem Thema bin. Dieses da sitzen und nicht in dieses diesen Arbeitsmodus reinkommen durch diese Eigenverantwortlichkeit und mir dann eigentlich Und trotzdem alle meine To-dos und Aufgaben und wenn eine Deadline dran ist, ich bin jemand, der dann sehr gewissenhaft auch mit eigenen Deadlines dann in dem Rahmen arbeiten kann. Und das reicht, wenn’s wirklich konkret Kundenprojekte oder so geht. Aber da immer noch nicht so in meinem Floor zu sein, dass ich mich darauf verlassen kann, drin zu sein. Und da eben auch das ist natürlich jetzt auch mit dieser ADHS-Geschichte, wäre das auch nochmal einfach eine gute Erklärung. Aber das ist für mich jetzt durchaus auch nochmal eine Erinnerung, mich da mit dem Thema langfristig wieder auseinanderzusetzen.
Manu: Wäre gut, glaub ich. Wäre gut, glaub ich.
Rachel: Hm. Okay.
Manu: Aber da spielt vielleicht ja auch genau das mal mit rein. Also Fokuszeit, Me-Time, Einfordern. Ja. Also auch ohne Anspruch, Da muss jetzt irgendwie was Produktives entstehen, passieren oder so. Da vielleicht wirklich noch mal spielerisch an die Thematik ranzugehen.
Rachel: Und in der offenen Kommunikation miteinander so dieses Klarmachen, da geht es jetzt eher darum einfach, dass ich da jetzt arbeiten kann oder dass ich da jetzt entspannen kann oder du, also ne, gehupft wie gesprungen und nicht, Ich will jetzt dich nicht da haben oder du störst, sondern ich muss meinen Raum und meine Zeit halten.
Manu: Ja, oder ich störe mich selber schon so viel, dass ich keine Kapazitäten habe, dass mich dann noch jemand anders potenziell stören könnte.
Rachel: Das ist wahrscheinlich in 80 Prozent der Fälle. Ja, ich bin gerade so damit beschäftigt, mein eigenes Hirn zusammen zu halten. Jetzt komme ich noch mit deinem die Ecke.
Manu: Und ich möchte noch einen Tipp an die Hand geben, den wir irgendwann rausgearbeitet haben. Wenn dann doch mal ein Notfall sein sollte, so dass man anklopfen muss, klare Kommunikation in dem Moment auch. Was brauche ich? Ja. Was ist die Situation? Bitte, danke. Weißt du, Da sind wir auch mal richtig aneinander geraten, weil ich dann immer so rumgedruckst habe, aus Angst, dich jetzt irgendwie zu überfordern, dich zu stören oder so. Und dann fängt man an, so rumzudrucksen und Entschuldigungen schon vorab zu schicken und irgendwie inkonsistent in seiner Formulierung zu sein, da auch ganz klar Kommunikation.
Rachel: Ja, stimmt. Da hatten wir auch ab und an mal kleine Reibereien.
Manu: Ja, genau. Gewaltfreie Kommunikation hilft auch, habe ich mir auch aufgeschrieben. Haben wir durch dich gut gelernt, durch deine Ausbildung und das war es auch, glaube ich schon. Das wollte ich noch loswerden.
Rachel: Also für mich, ich habe da jetzt einiges noch zum Überdenken mit. Sehr interessant.
Manu: Mit deinem Raum? Ja, das ist schön, dass du das gesagt hast und so offen darin warst. Da werd ich dich auch noch mal dran erinnern, glaub ich, wenn ich darf.
Rachel: Ja, und genau, also so wurde jetzt eine Folge zu, so eigentlich zur Zeit, eine Folge zur Zeit und Raum. Schauen wir mal, wo es mit dem Kontinuum hingeht. Ja.
Manu: Gut, jetzt hat der Regen aufgehört, die Sonne kommt raus. Das ist doch jetzt eigentlich…
Rachel: Die richtige Zeit, weiterzuarbeiten.
Manu: Der perfekte Zeitpunkt, weiterzuarbeiten.
Rachel: Alles klar. Alles klar.
Manu: Dann sehen wir uns und hören uns nächste Woche wieder.
Rachel: Bis dann. Tschüssi. Ciao.